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Schlaglöcher wurden teilweise schon mehrfach gestopft.

Zu lange, zu warm, zu kalt

Verrückter Winter kostet Städte Hunderttausende

München - Bayerns Straßen haben unter dem langen Winter gelitten. Der häufige Wechsel zwischen Frost und Tauwetter sorgte für zahlreiche Schlaglöcher und hielt auch die Winterdienste auf Trab.

Der lange Winter und das ständige Hin und Her zwischen Eiseskälte und Tauwetter hat den Straßen in Bayern stark zugesetzt. Der häufige Frost riss nicht nur zahlreiche Löcher in den Asphalt sondern schlägt sich auch in den Ausgaben für den Winterdienst und die Reparatur der Straßen nieder, wie eine dpa-Umfrage ergab.

Etwa 1000 neue Schlaglöcher hat Augsburg nach diesem Winter bisher gezählt - das sind etwa 200 mehr als im vergangenen Jahr. Für die Reparatur müsse die Stadt etwa 500.000 Euro ausgeben, etwa 100.000 Euro mehr als im Vorjahr, sagte der Leiter des Tiefbauamtes Augsburg, Josef Weber. Bisher wurden die Löcher nur provisorisch geflickt. Die langfristige Sanierung starte voraussichtlich nach Ostern.

Nach den Feiertagen will man auch in Regensburg mit dem Sanieren der Straßen beginnen. 150.000 Euro hat die Stadt dafür eingeplant. Die Schäden seien „im üblichen Rahmen“, sagte Stadtsprecherin Juliane von Roenne-Styra. Mehr zu tun als im Vorjahr hatte der städtische Winterdienst: Ganze 28-mal waren alle Mitarbeiter im Einsatz, um die Straßen zu räumen und zu streuen. Im vergangenen Jahr gab es nur 20 dieser Volleinsätze. Das schlägt sich auch im Salzverbrauch nieder: Etwa 2100 Tonnen Streusalz landeten in diesem Jahr auf den Regensburger Straßen, im vergangenen Winter waren es nur knapp 1300 Tonnen.

In Nürnberg müsse man noch auf wärmeres Wetter warten, um die Löcher in den Straßen zu flicken. Fünf bis acht Grad müssten es für eine langfristige Reparatur sein, sagte der technische Werkleiter des Servicebetriebs öffentlicher Raum Nürnberg, Marco Daume. Manche Löcher habe man schon mehrmals stopfen müssen. Das schlägt sich auch in den Kosten nieder: Daume geht davon aus, dass in Nürnberg in diesem Winter zehnmal mehr für Streustoff, Geräte, Personal und die Reparatur der Schlaglöcher ausgegeben werden muss als im Vorjahr. Zahlen nannte er nicht.

Ähnlich ist es in München: Die Kosten seien erst klar, wenn der Winter auch wirklich vorbei sei, sagte Stadtsprecherin Katja Winkler. Man habe in diesem Jahr aber „mehr Winter“ gehabt, als im vergangenen Jahr.

Besonders wetterfes t scheinen die Straßen in Würzburg und Bayreuth zu sein. Dieser Winter sei „kein besonderer Härtefall“ gewesen, sagte der Stadtsprecher von Würzburg, Georg Wagenbrenner. Auch für Bayreuth sei der Winter nicht außergewöhnlich gewesen. „Das haben wir so in Oberfranken immer wieder“, sagte Stadtsprecher Joachim Oppold. Auch der Winterdienst habe in beiden Städten nicht häufiger ausrücken müssen als gewohnt.

dpa

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