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Ein Schüler beim Lasergame. (Archiv)

Jugendschutz

Lasergames: Schon 12-Jährige dürfen ballern

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München – In Bayern dürfen oft schon Zwölfjährige mit täuschend echt aussehenden Laser-Waffen Menschen erschießen - wenn auch symbolisch. Das ergab eine Landtags-Anfrage der Grünen. 

In den meisten Laserspiel-Arenen in Bayern dürfen selbst Zwölfjährige schon mit täuschend echt aussehenden Laser-Waffen schießen und symbolisch Menschen töten. Dies ergab eine Anfrage der Landtags-Anfrage der Grünen. Ihre jugendpolitische Sprecherin Claudia Stamm fordert die CSU-Staatsregierung zum schnellen Handeln auf. In Bayern gibt es insgesamt 29 Laserspiel-Arenen, unter anderem auch in Polling (Kreis Mühldorf), Rosenheim (zwei Anlagen), Straubing, Würzburg, Bayreuth, Augsburg oder Ergolding (Kreis Landshut). 

Claudia Stammwarnt vor Laserspiel-Arenen

Die Hallen firmieren unter verschiedenen Markennamen wie Lasertag, Lasergame, World of Laser oder Lasermaxx. Das Prinzip ist aber immer gleich: Spieler zielen mit Infrarotstrahlen oder Laserlichtimpulsen aufeinander. Um die Treffer zu registrieren, sind Sensoren in die Bekleidung der Spieler, etwa in Westen, eingenäht. Am Ende wird ausgewertet – wer am meisten getroffen ist, hat verloren.

"Nicht unerhebliche Risiken für die Entwicklung"

Das zuständige Sozialministerium gibt in seiner Antwort auf die Landtags-Anfrage selbst zu Bedenken, dass die Laser-Arenen „nicht unerhebliche Risiken für die Entwicklung von unter 16-Jährigen“ beinhalten. „Denn bei Laserspielen werden spielerisch bewaffnete Konflikte nachvollzogen“ – Kinder seien aber in der Regel nicht in der Lage, „eine klare Trennung zwischen Spiel und Realität ziehen zu können“.

Allerdings gebe es Schwierigkeiten, Jugendschutzbestimmungen durchzusetzen. Nur vier Spielstätten hätten eine Altersbeschränkung ab 14 Jahren durchgesetzt, eine ab 16. Ein Jugendamt sei vor Gericht damit gescheitert, zwei weitere von Jugendämtern festgesetzten Altersgrenzen würden derzeit von Verwaltungsgerichten überprüft.

Das Ministerium sicherte zu, bei einer Überarbeitung des Jugendschutzgesetzes auch Regelungen zu Laserspielen einzufügen. Stamm hält nichts davon, das auf die lange Bank zu schieben. Die „Lücke im Jugendschutz“ sei offensichtlich, „da muss man nicht lange herumdebattieren“. 

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