Es geht um Leben und Tod - und die Rettungsgasse bleibt dicht
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Ein Lkw ist am Dienstag in eine Wanderbaustelle gerast. Die Retter hatten Mühe, den Unfallort zu erreichen, weil wieder keine Rettungsgasse gebildet wurde.
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Ein Lkw ist am Dienstag in eine Wanderbaustelle gerast. Die Retter hatten Mühe, den Unfallort zu erreichen, weil wieder keine Rettungsgasse gebildet wurde.
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Ein Lkw ist am Dienstag in eine Wanderbaustelle gerast. Die Retter hatten Mühe, den Unfallort zu erreichen, weil wieder keine Rettungsgasse gebildet wurde.

Keiner machte Platz

Lastwagen rast in Baustelle - Retter müssen Gasse „freibrüllen“

Auf der A70 ist am Dienstag ein Lastwagen ungebremst in eine Wanderbaustelle gerast. Die Rettungskräfte mussten sich zu dem schwerstverletzten Fahrer durchbrüllen - denn niemand machte Platz.

Auf der A70 hatten Arbeiter der Autobahnmeisterei Nordbayern am späten Dienstagvormittag zwischen der Anschlussstelle Werneck (Lkr. Schweinfurt) und dem Dreieck Werntal in Richtung Würzburg eine Baustelle auf der rechten Spur eingerichtet. Bereits hunderte Meter vorher hatten große Verkehrsleithänger auf die Sperrung der rechten Spur hingewiesen. Dennoch hatte ein Lkw-Fahrer aus noch ungeklärter Ursache keines der Warnsignale bemerkt und raste ungebremst in den Absicherungshänger. 

Dieser wurde dabei förmlich in die Fahrerkabine des Sattelzuges gebohrt, welche beinahe abriss. Die Zugmaschine der Anhängers katapultierte durch die Wucht des Aufpralls nach vorne und drehte sich um 180 Grad, während der aufgefahrene 40-Tonner nach links in die Leitplanke schleuderte. 

Wieder keine Rettungsgasse: „Wir mussten uns den Weg freibrüllen“

Sofort machte sich ein Großaufgebot an Rettungskräften auf den Weg zur Unfallstelle. Doch obwohl es im wahrsten Sinne um Leben und Tod ging, kamen die Helfer nicht durch. Die Verkehrsteilnehmer weigerten sich trotz Hinweisen im Verkehrsfunk und laufendem Martinshorn, der Feuerwehr Platz zu machen. "Wir mussten aussteigen und uns den Weg freibrüllen", zeigt sich Feuerwehr-Kreisbrandrat Holger Strunk über dieses Fehlverhalten entsetzt.

An der Einsatzstelle mussten sich die Retter zunächst einen Überblick in dem Trümmerfeld verschaffen. Während die Bauarbeiter augenscheinlich alle mit dem Schrecken davon kamen, war der Unfallfahrer massiv in seinem Führerhaus eingeklemmt. Die Kameraden brauchten über eine Stunde, um ihn aus dem deformierten Blechknäuel zu schneiden. Der Unfallfahrer zog sich bei dem Unglück schwerste Verletzungen zu. Rettungskräfte versuchen derzeit seinen Gesundheitszustand zu stabilisieren. Ein Rettungshubschrauber steht bereit. Die A70 musste in Richtung Würzburg für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Der Sachschaden liegt im sechsstelligen Bereich.

News5/mm/tz

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