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Am Brauneck stehen Wintersportler Schlange.

Sonne, Neuschnee, blauer Himmel

Ansturm auf die Berge - trotz Lawinengefahr

Brauneck/Herzogstand - Derzeit ist die Lawinengefahr in den bayerischen Bergen so hoch wie selten. Paradox: Während die einen Skigebiete aus Sicherheitsgründen geschlossen haben, können sich die anderen vor Kunden kaum retten.

Mehr als eine Stunde lang mussten die Wintersportler am Mittwoch an der Talstation am Brauneck bei Lenggries (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) anstehen, um auf den Berg zu kommen. Viele Familien nutzen derzeit die Faschingsferien, um auf die Berge im Alpenvorland zu fahren. Deshalb kam es schon morgens zu einem Stau von Bad Tölz bis Lenggries, der Parkplatz am Brauneck war um 13 Uhr komplett belegt.

Nur 25 Kilometer Luftlinie vom Brauneck entfernt liegt das Skigebiet Herzogstand. Das wurde am Mittwoch bis auf weiteres gesperrt, zu groß ist die Lawinengefahr. „Auch Tourengeher sollten im Bereich Herzogstand und Martinskopf die normalen Skiabfahrten meiden“, appelliert Jörg Findeisen von der Herzogstandbahn. „Die Warnungen müssen unbedingt ernst genommen werden.“

Bayern im Winter-Wahnsinn

Bereits am Dienstag wurde nach heftigen Schneefällen (70 Zentimeter Neuschnee über Nacht) das Skigebiet Zugspitze gesperrt. Am Aschermittwoch lief zwar nur ein eingeschränkter Skibetrieb (Sonnenkar-Sesselbahn), der durch Lawinensprengungen  möglich gemacht wurde. Doch der Ansturm war trotzdem enorm. Auch die Parkplätze an der Hausbergbahn, der Kreuzeckbahn und der Alpspitzbahn sind nach Angaben der Zugspitzbahn belegt.

Am Oberen Sudelfeld waren die Anlagen am Mittwochvormittag teilweise geschlossen, die Zufahrtsstraße Bayerischzell-Sudelfeld war ebenfalls zwischenzeitlich gesperrt. Die West- und Ostabfahrt am Wendelstein wurde komplett gesperrt, die Zahnradbahn ist bis auf weiteres außer Betrieb. Nur die Seilbahn ist geöffnet. Die Zufahrt zum Spitzing ist nach fast 25-stündiger Sperrung wieder frei, dort sind alle 14 Lifte im Betrieb.

Die Lawinengefahr in Bayern war am Aschermittwoch besonders groß. Die Lawinenwarnzentrale hatte kurzzeitig sogar in Erwägung gezogen, die höchste Warnstufe (5) auszusprechen.

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