Höher als im Bundesdurchschnitt

Lebenserwartung in Bayern steigt und steigt

Fürth – Dass es sich in Bayern gut leben lässt, ist kein Geheimnis. Dass die Bürger des Freistaats ihr Leben besonders lange genießen können, zeigt nun eine neue Statistik.

Die Lebenserwartung in Bayern steigt und steigt. Das gilt sowohl für Babys als auch für ältere Menschen. Mädchen haben heute bei der Geburt statistisch gesehen 83,5 Jahre vor sich, Buben kommen auf fast 79 Jahre, wie das Landesamt für Statistik am Freitag in Fürth mitteilte.

Die Lebenserwartung im Freistaat liegt damit höher als im Bundesdurchschnitt: In Deutschland leben neugeborene Mädchen statistisch gesehen 83 Jahre und einen Monat. Männliche Säuglinge können sich immerhin auf 78 Jahre und zwei Monate freuen. In Bayern hat sich die Lebenserwartung Neugeborener im Vergleich zur Situation um das Jahr 1900 mehr als verdoppelt.

Auch Menschen im Rentenalter haben heute eine höhere Lebenserwartung. Diese übersteigt sogar noch die der Neugeborenen. Die Sterberisiken vorangegangener Altersstufen hätten sie bereits hinter sich gelassen, erläutern die Statistiker. So haben 65-jährige Männer noch 18 Lebensjahre vor sich, erleben also den Prognosen zufolge ihren 83. Geburtstag noch. Gleichaltrige Frauen sterben statistisch gesehen erst kurz nach ihrem 86. Geburtstag.

Mädchen werden älter als Buben

Mädchen haben bei der Geburt bekanntermaßen eine höhere Lebenserwartung als Buben. Heute werden Frauen in Bayern im Schnitt 4,6 Jahre älter als Männer. Die Differenz zwischen Buben und Mädchen hat sich jedoch in den vergangenen 25 Jahren kontinuierlich verringert: Ende der 1980er-Jahre wurden Frauen im Schnitt noch 6,3 Jahre älter als Männer.

Die Lebenserwartung steigt seit mehr als 100 Jahren: Um das Jahr 1900 betrug sie für einen neugeborenen Buben knapp 38 Jahre und für ein neugeborenes Mädchen rund 41 Jahre. Damit ist die Lebenserwartung Neugeborener heute im Vergleich zu damals mehr als doppelt so hoch.

dpa

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