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Lebensgefährlich: Fünf Männer fahren bei Rosenheim auf Güterzug

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Zwei Stunden gesperrt war der Rosenheimer Bahnhof am Dienstag.
Zwei Stunden gesperrt war der Rosenheimer Bahnhof am Dienstag. © fkn

Rosenheim - Fünf Menschen auf einem Güterzug: Diese Meldung setzte ein Lokführer bei Rosenheim ab. Die Polizei nahm Männer aus Afrika in Gewahrsam.

Die lebensgefährliche Fahrt von fünf Afrikanern auf einem Güterzug hat in Rosenheim zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Der Lokführer eines entgegenkommenden Zuges hatte auf der Strecke von Kufstein nach München gesehen, dass sich auf dem Waggon eines Güterzuges mehrere Menschen befanden. Nach Angaben der Bundespolizei vom Dienstag hielten sich die Männer beim Auflieger eines Sattelzuges auf, der mit dem Zug transportiert wurde.

Polizei stellt Zugverkehr am Bahnhof Rosenheim ein

Die Polizei ließ daraufhin den Zugverkehr am Rosenheimer Bahnhof am Montagabend komplett einstellen. Der Zug mit den Flüchtlingen wurde angehalten. Beamte fanden auf dem Waggon vier Afrikaner, ein fünfter hatte sich in einem Regionalzug versteckt. Die Migranten aus Guinea und Ghana wurden zur Rosenheimer Bundespolizeiinspektion gebracht. „Der Gefährlichkeit ihrer Fahrt mit dem Güterzug waren sie sich offenbar nicht bewusst“, sagte Polizeisprecher Rainer Scharf. Nach zwei Stunden hob die Bahn die Sperrung des Zugverkehrs auf.

Der 26-jährige Ghanaer hatte nach den Angaben gefälschte italienische Papiere bei sich. Er wurde dafür in einem sogenannten beschleunigten Verfahren am Rosenheimer Amtsgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 350 Euro verurteilt. Da er den Betrag nicht zahlen konnte, kam er zur Verbüßung einer 70-tägigen Freiheitsstrafe ins Gefängnis. Drei der vier Guineer sind Erwachsene und werden in eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge gebracht. Der vierte Guineer ist erst 16 Jahre alt. Er kam in die Obhut des Jugendamtes.

Weitere Informationen liefert rosenheim24.de.

dpa/lby

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