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Der 52-jährige Familienvater

Lebenslänglich für Mord an Vereinskollegen

Traunstein - Mit einer lebenslangen Haftstrafe muss der Vorsitzende eines Münchner Hilfsvereins für Türken die tödlichen Schüsse auf einen Landsmann büßen.

Lesen Sie dazu:

Edling: Mordprozess gegen Vereinsvorsitzenden

Edling: Tod durch Kopfschuss

Das Traunsteiner Schwurgericht verurteilte den 49-Jährigen am Donnerstag wegen Mordes. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Vereinschef seinen Widersacher vor 13 Monaten nahe Wasserburg a. Inn (Landkreis Rosenheim) umbrachte. Das ebenfalls im Vereinsvorstand aktive Opfer hatte herausgefunden, dass sein Mörder die Vereinskasse um 56.000 Euro geplündert hatte und wollte den Schwindel aufdecken.

Um dies zu verhindern, heckte der Vereinsvorsitzende nach Überzeugung des Gerichts einen mörderischen Plan aus. Am späten Abend des 13. März 2010 traf sich der damals 48-Jährige in München mit seinem Kollegen. Anschließend fuhren beide Richtung Wasserburg. Unter einem Vorwand lockte der Mörder sein Opfer aus dem Auto. Aus nächster Nähe schoss er danach dem zweifachen Familienvater mit einer Pistole in den Kopf, ehe er davonfuhr. Der 52-Jährige wurde blutüberströmt im Straßengraben gefunden und starb wenig später in einer Klinik.

Im Prozess hatte sich der Verurteilte nicht zum Tathergang geäußert. Der vierfache Familienvater bekannte sich lediglich zu Schulden in Höhe von rund 100.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft beantragt, die Verteidigung auf Freispruch plädiert.

dpa

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