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Einer der beiden verurteilten Täter.

Lebenslange Haft für Totschlag und Raub an Rentner

Bamberg - Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Rentners hat das Landgericht Bamberg die beiden Angeklagten am Mittwoch zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt.

Sie wollten Geld für Drogen und schlugen deshalb auf einen Rentner ein, der die Attacke nicht überlebte - nun müssen zwei junge Männer ins Gefängnis. Im Prozess um den gewaltsamen Tod des 68-Jährigen hat das Landgericht Bamberg die Angeklagten am Mittwoch zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Das Gericht sprach den 24 Jahre alten Mieter und seinen ein Jahr älteren Freund des Totschlags und des Raubes mit Todesfolge schuldig. Sie hatten den Hausverwalter im Juli 2008 so heftig geschlagen und getreten, dass er wenig später starb. Die Täter waren danach mit 200 Euro aus dem Geldbeutel ihres Opfers geflüchtet, wurden aber vier Tage nach der Bluttat festgenommen.

Der Staatsanwalt hatte für beide lebenslange Haft wegen Mordes gefordert. Die Verteidiger sahen dagegen keine Tötungsabsicht. Sie plädierten auf jeweils sechs Jahre Haft wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung.

Nach Überzeugung des Gerichts hatten die Angeklagten gemeinsam geplant, den Rentner zu berauben, um an Geld für Rauschgift, Alkohol und Zigaretten zu kommen. "Dieser Plan endete in einer Orgie von Gewalt mit mindestes 20 schweren Schlägen und Tritten; sie mussten damit rechnen, dass ihr Opfer stirbt", sagte der Vorsitzende Richter Konrad Dengler.

Die jungen Männer hätten zunächst darüber diskutiert, auch den Tresor des Hausverwalters auszuräumen. Am Abend des 19. Juli 2008 lauerten sie ihrem Opfer mit Masken über dem Gesicht vor dessen Wohnung auf. Nach Darstellung des Gerichts streckte der 24-Jährige den Hausverwalter zunächst mit einem Faustschlag nieder. Anschließend traten sie wiederholt auf ihr wehrlos am Boden liegendes Opfer ein, nahmen dann aber lediglich 200 Euro und die Scheckkarte des 68-Jährigen mit. Versuche, damit Geld abzuheben, scheiterten.

Der Ablauf der Gewalttat kommt nach Einschätzung des Gerichts einem Mord nahe. Gegen eine Tötungsabsicht spreche jedoch die Tatsache, dass die beiden sich maskiert und das Telefonkabel ihres Opfers durchschnitten hatten, um zu verhindern, dass der 68-Jährige Hilfe holt. "Sie stehen vor den Trümmern ihres Lebens", sagte Dengler. "Das haben Sie sich aber selbst zuzuschreiben."

dpa

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