1 von 2
2 von 2

Verwaltungsgericht München

Lehrer ist nach Sex-Mail an Schülerin kein Beamter mehr

München/Aichach - Wegen einer E-Mail mit sexuellem Inhalt an eine Schülerin ist ein Lehrer für Religion und Latein am Montag vom Verwaltungsgericht München aus dem Beamtenverhältnis entfernt worden.

Der Diplom-Theologe mit Ausbildung zum Pastoralassistenten hatte der 15-Jährigen elektronische Post mit sadomasochistischen Sex-Fantasien geschickt (Aktenzeichen: M 19 DK 15.1048).

Der an einem Gymnasium in Aichach beschäftigte Pädagoge war zuvor bereits von einem Strafgericht wegen Verbreitung pornografischer Schriften an eine Person unter 18 Jahren rechtskräftig zu 16.800 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Die Disziplinarkammer traf am Montag ihre Entscheidung in Abwesenheit des Betroffenen. Zwei früheren Terminen war der Mann mit kurzfristigen Entschuldigungen fern geblieben. Für sein Ausbleiben am Montag gab es keinerlei Erklärung.

Lehrer fantasierte über Schülerin als Liebes-Sklavin

Das Verwaltungsgericht verlas den Sachverhalt aus den Strafakten. Demnach hatte den Theologen sein Interesse an einer früheren Schülerin dazu inspiriert, seine Fantasien über das Mädchen als Sex-Sklavin ausführlich niederzulegen. Diese Schilderungen hatte er 2012 einer von mehreren E-Mails an die 15-Jährige als Anhang beigefügt. Er wurde unter Einbehaltung von 30 Prozent seiner Bezüge vom Dienst suspendiert.

Nach Abschluss des Strafverfahrens nahm die Schulbehörde das Disziplinarverfahren gegen den Pädagogen wieder auf. In der Anschuldigungsschrift finden sich weitere Verfehlungen gegen Schülerinnen, die er mit unerwünschtem Interesse belästigte. Das Vertrauen des Dienstherrn in den Pädagogen sei „unwiderruflich zerstört“, urteilte das Disziplinargericht. Auch die guten schulischen Leistungen des Pädagogen „können zu keiner anderen Betrachtung führen“, sagte die Vorsitzende Richterin.

dpa

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Flammeninferno auf der A6 - zwei Menschen sterben
Bei einem schrecklichen Unfall auf der A6 sind am Freitag zwei Menschen tödlich verletzt worden.
Flammeninferno auf der A6 - zwei Menschen sterben
Nikolaustag-Brauch: In Berchtesgaden ziehen die Buttnmandl von Hof zu Hof
Sie tragen Masken, sind in Stroh gehüllt und ziehen lärmend durch die Straßen: die Buttnmandl. Dutzende Burschen sollen am Mittwoch in dieser Verkleidung den Nikolaus …
Nikolaustag-Brauch: In Berchtesgaden ziehen die Buttnmandl von Hof zu Hof
Trauriges Wochenende auf Bayerns Straßen: Mehrere Menschen tödlich verunglückt
In dichtem Schneetreiben ist es am frühen Sonntagabend zu einem tragischen Unfall auf der B8 in Nürnberg gekommen. Ein 23-Jähriger verlor dabei sein Leben.
Trauriges Wochenende auf Bayerns Straßen: Mehrere Menschen tödlich verunglückt
Nachbarn retten Frau aus brennender Wohnung
Fünf Hausbewohner haben im oberbayerischen Mühldorf am Inn ihre Nachbarin aus deren brennender Wohnung befreit. Sie kam schwer verletzt ins Krankenhaus.
Nachbarn retten Frau aus brennender Wohnung

Kommentare