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Burnout wegen Überlastung - auch Gymnasiasten sind gefährdet, sagen die Lehrer.

Lehrer warnen vor Burnout-Risiko für Gymnasiasten

München - Gemeinsam mit Eltern hat der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) vor einer massiven Burnout-Gefährdung der Gymnasiasten gewarnt.

Viele Schüler an den bayerischen Gymnasien seien bereits wenige Wochen nach Schulbeginn "erschöpft, müde und ausgebrannt", kritisierten BLLV-Präsident Klaus Wenzel und Ulrike Köllner, die Vorsitzende der Gymnasialeltern Bayern e.V., am Montag in München.

Besonders hart sei der schulische Alltag für die derzeitigen Schüler der 11. Jahrgangsstufen - sie sind der erste G8-Jahrgang, der nun in die Oberstufe eingetreten ist. "Die Anforderungen, die die Oberstufenreform an die jungen Menschen stellt, sind hoch", sagte Köllner laut Mitteilung des BLLV. "Jugendliche haben zum Teil bis zu viermal pro Woche erst um 17.00 Uhr Schulende und müssen häufig nach langen Schulwegen auch noch Hausaufgaben und Unterrichtsvorbereitungen erledigen."

Auch die Lehrer an Gymnasien stünden unter großen Druck, sagte BLLV-Experte Roland Kirschner. Ihre Arbeitsbedingungen hätten sich aufgrund der hohen Schülerzahlen sowie des Mangels an qualifizierten Fachlehrern "extrem verschlechtert". Die bayerischen Gymnasiasten der elften Klassen sind mit Schuljahresbeginn in die sogenannte Qualifikationsphase (Q11) eingetreten. Früher hieß dies Kollegstufe.

Die Vorgänger der Q11-Jahrgänge hätten in der Kollegstufe (K12) gut 28 Unterrichtsstunden pro Woche gehabt, nun belaufe sich das Q11-Pensum auf bis zu 38 Stunden, rechnete Kirschner vor. Er unterrichtet selbst eine Q11-Klasse in Mathematik. Da bleibe nach der Schule nicht viel Zeit für die Nachbereitung, für Sport oder für Jugendarbeit.

Schüler und Lehrer bräuchten schnell Entlastung, forderten Köllner, Kirschner und Wenzel. "Der Lehrplandruck, die Prüfungsdichte, die hohe Stundenzahl bei gleichzeitig extrem hohen Anforderungen sowie die ständige Leistungsbewertung durch Noten müssen abgebaut werden."

dpa

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