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G8 oder G9?

Lehrerkonferenz

"G9 für Mehrheit der Gymnasiasten besser"

München - Das neunjährige Gymnasium ist nach Einschätzung mehrerer Lehrer für eine Mehrheit der Gymnasiasten besser geeignet als das G8.

Das ist zumindest der Tenor einer Presseveranstaltung, zu der der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) Gymnasiallehrer aus Hessen, Niedersachsen und Baden-Württtemberg geladen hatte. In Hessen und Baden-Württemberg läuft bereits ein Parallelbetrieb von G8 und G9, in Niedersachsen ist dies in Vorbereitung.

Der Trend, glauben die Pädagogen, geht eher zum G9 als zum G8. Das G8 sei „für 20 bis 25 Prozent“ der Gymnasiasten geeignet, sagte Henner Sauerland, ein Pädagoge aus Oldenburg, der in der niedersächsischen G9-Expertenkommission mitgearbeitet hatte. In Bayern wird der BLLV beim Volksbegehren der Freien Wähler für eine Wahlfreiheit aber nicht als Unterstützer auftreten, auch wenn BLLV-Präsident Klaus Wenzel persönliche Sympathien durchblicken ließ, den Bürgern die Wahl zu geben. „Es wäre töricht, im 21. Jahrhundert Bildungszeit zu kürzen“, sagte Wenzel.

Die außerbayerischen Gymnasiallehrer traten auch nicht als Anhänger einer reinen G8- oder G9-Lehre auf, sondern plädierten dafür, die Interessen der Kinder in den Mittelpunkt zu rücken. Der Baden-Badener Gymnasialdirektor Roland Reiner betonte jedoch, dass aus seiner Sicht das G9 den Bedürfnissen der Schüler eher entgegen komme. Nach Reiners Einschätzung müssten die Anforderungen im G8 zwangsläufig reduziert werden, wenn nicht viele Schüler überfordert werden sollen.

In Hessen haben nach Angaben des Fuldaer Gymnasialdirektors Matthias Dickhut inzwischen zwei Drittel der Gymnasien sich für eine neunjährige Dauer entschieden. „Wir sind aber überzeugt, dass es Schüler gibt, die das G8 gut leisten können“, sagte Dickhut.

dpa

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