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Die Angeklagten Hermine R. (v.l.), Tochter Manuela, Matthias E., ihr Verlobter, und Tochter Andrea stehen am Freitag (13.05.2005) im Gerichtssaal des Ingolstädter Landgerichts zwischen Justizbeamten.

Leiche von ermordetem Bauern möglicherweise in der Donau entdeckt

Bergheim - Acht Jahre nach dem spektakulären Mord an einem Bauern in Neuburg an der Donau hat die Polizei möglicherweise die lang vermisste Leiche in einem versenkten Auto auf dem Grund der Donau gefunden.

Sein Tod gibt immer noch Rätsel auf:  Rudolf R.

Am Dienstag waren bei Vermessungsarbeiten an einer Staustufe bei Bergheim zwei Autos im Fluss entdeckt worden, in einem davon sei eine Leiche gewesen, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Bei dem Toten könnte es sich nach Einschätzung der Kripo um den Bauern handeln, der 2001 von seiner Familie ermordet, zerstückelt und angeblich an die Hofhunde verfüttert worden sein sollte. Eine Obduktion soll jetzt klären, ob es sich tatsächlich um die Leiche des Landwirts handelt. "Es ist schon eigenartig", sagte die Polizeisprecherin. "Wenn die Leiche tatsächlich die des Bauern sein sollte, dann wird es interessant."

In dem aufsehenerregenden Prozess hatte das Landgericht Ingolstadt die Ehefrau des Bauern und den Verlobten seiner Tochter 2005 zu je achteinhalb Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Auch die beiden Töchter mussten ins Gefängnis. Schon damals hatte sich das Gericht gewundert, dass von der Leiche jede Spur fehlte. Zunächst waren die Ermittler sogar davon ausgegangen, dass der getötete Mann in seinem Auto in einem Gewässer versenkt wurde. Aufwendige Suchaktionen mit Hubschraubern und Tauchern blieben aber ohne Erfolg.

Die vier Angeklagten hatten vor Gericht beharrlich geschwiegen. Allerdings hatte der Verlobte zunächst ein Geständnis abgelegt, in der er das Zerteilen der Leiche geschildert hatte. Später hatte er das Geständnis widerrufen. Der Richter hatte damals vermutet, dass die Leichenteile eventuell an die Schweine und nicht an die Hunde verfüttert worden sein könnten, denn diese könnten Knochen besser zermahlen.

Bei der Suche nach den Tatmotiven war im Prozess bekanntgeworden, dass der trunksüchtige Bauer sich laut einem Gutachter jahrelang an beiden Töchtern vergangen hatte. Die Ältere soll ihn seit ihrem 12. Lebensjahr ein bis zwei Mal die Woche "bedient" haben - auch noch, als bereits ihr Verlobter mit auf dem Hof lebte.

Archivartikel zum Gruselmord

Artikel vom 12.01.2005 als pdf

Artikel vom 9. 12.2004 als pdf

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