Leiche in der Rezat: Anklage wegen Mordes

Ansbach - Nach dem Fund einer Leiche in der Rezat im Juli hat die Staatsanwaltschaft Ansbach nun Anklage wegen Mordes gegen das damals festgenommene Quartett erhoben. Die Verdächtigen sind aber nicht kooperativ.

“Ein lupenreines Geständnis haben wir nicht“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Gerhard Karl am Montag. Doch aufgrund von Aussagen der vier Angeklagten sowie zahlreicher Indizien und Anhaltspunkte sei sich die Staatsanwaltschaft sicher, dass die drei Männer und eine Frau den 30 Jahre alten Baden-Württemberger zusammen ermordet hätten.

Die Gruppe war nur eine Woche nach dem Fund der Leiche aufgeflogen, weil in einem von ihnen als gestohlen gemeldeten Mietwagen Blutspuren des Opfers gefunden worden waren. Das Motiv für die Tat war damals unklar. Spekulationen um Schulden im Drogen- und Rotlichtmilieu machten die Runde. Bis heute sind die Beweggründe der mutmaßlichen Täter nicht ganz geklärt. Karl schilderte: “Da ist immer noch leichter Nebel.“ Er rechnet damit, dass das Verfahren vor der Jugendkammer - einer der Männer war zum Tatzeitpunkt 19, seine Freundin 20 Jahre alt - im nächsten Frühjahr beginnt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Polizei nimmt Fernreisebusse ins Visier
Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord beteiligte sich an einer bayernweiten Kontroll- und Fahndungsaktion. Dabei nahmen sie vor allem Fernreisebusse ins Visier. 
Polizei nimmt Fernreisebusse ins Visier
Schweinehoden an Haustür des Nachbarn gehängt
Ein jahrelanger Nachbarschaftsstreit in Unterfranken scheint zu eskalieren. Nun hat ein Mann seinem Nachbarn Schweinehoden an die Haustür gehängt. 
Schweinehoden an Haustür des Nachbarn gehängt
Anzeige statt Telefonnummer für Möchtegern-Casanova
Mit einer Verfolgungsjagd und einem riskanten Fahrmanöver hat ein Möchtegern-Casanova in Oberfranken die Handynummer einer Autofahrerin bekommen wollen.
Anzeige statt Telefonnummer für Möchtegern-Casanova
Fliegerbombe neben Schwandorfer Krankenhaus gefunden
Bei Bauarbeiten wurde in Schwandorf eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Für die Entschärfung muss das Krankenhaus evakuiert werden. 
Fliegerbombe neben Schwandorfer Krankenhaus gefunden

Kommentare