Die Polizei suchte mit Hunden und Hubschraubern

Leiche mit Schubkarre transportiert - Prozess beginnt

Würzburg - Weil er seine Bekannte zuerst erwürgt und anschließend in einem Feld verscharrt haben soll, steht ein 45-Jähriger Mann ab Donnerstag vor dem Landgericht Würzburg.

Der Streit mit einem Bekannten wurde einer 32 Jahre alten Frau im April wohl zum tödlichen Verhängnis. Der 45-Jährige soll die junge Frau in ihrer Wohnung erwürgt und sie anschließend in einem Feld verscharrt haben. Die Leiche transportierte er laut Anklage mit einer Schubkarre durch den Ort. An diesem Donnerstag, 22. November, beginnt vor dem Landgericht Würzburg der Prozess gegen den Mann. Ihm wird Totschlag vorgeworfen.

Die Verkäuferin galt tagelang als vermisst. Weil persönliche Gegenstände von ihr und ein Spaten in der Nähe des Wohnortes gefunden wurden, musste von einem Gewaltverbrechen ausgegangen werden. Die Polizei suchte mit Hunden und Hubschraubern nach ihr. Ein Zeuge bemerkte schließlich aufgewühlte Erde in einem nahe gelegenen Feld. Dort fanden die Einsatzkräfte die Leiche der 32-Jährigen.

Die Rechtsmedizin bemerkte an dem toten Körper Spuren für massive Gewalt an Kopf und Hals. Der Angeklagte soll der Frau so lange den Hals zugedrückt haben, bis sie starb, steht in der Anklageschrift. Anschließend soll er ihre Leiche mit einer Schubkarre durch den Würzburger Ortsteil Heidingsfeld zu einem Acker gefahren und dort hinter einem kleinen Erdhügel vergraben haben. Den Fundort bezeichnete die Polizei damals als „ungewöhnlich“, weil er sich in direkter Nähe zu mehreren Wohnhäusern befand und von weitem frei einsehbar sei. Bemerkt hatte die grausige Tat dennoch keiner.

Weil der mutmaßliche Täter jedoch in der gleichen Nacht Geld mit der EC-Karte des Opfers abhob, kam ihm die Polizei auf die Schliche. Der Angeklagte gestand der Polizei, dass er seine Bekannte im Streit umgebracht habe. Die alleinerziehende Mutter soll seit Jahren mit dem Gartenarbeiter befreundet gewesen sein. Ein Paar waren sie nicht.

Rubriklistenbild: © dpa

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