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Nach einem Mord im österreichisch-bayerischen Grenzgebiet hat die bayerische Polizei im Großraum München einen Verdächtigen festgenommen.

Verhaftung nach Leichenfund

Toter Ottobrunner in Tirol: Verdächtiger in München festgenommen

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München/Söll - Nach einem Mord im österreichisch-bayerischen Grenzgebiet hat die bayerische Polizei im Großraum München einen Verdächtigen festgenommen.

Ein hellgrüner Kreideumriss ist noch auf dem Asphalt zu sehen. Sonst erinnert nichts daran, dass auf dem Parkplatz an der Eiberg-Bundesstraße bei Söll in Tirol vor einer Woche ein junger Mann aus Ottobrunn (Kreis München) erschossen wurde. Doch die Ermittler sind am Wochenende ein gutes Stück weitergekommen. 

Im Großraum München wurde am Samstag ein Tatverdächtiger festgenommen. Der Mann ist 28 Jahre alt und wie der Tote gebürtiger Grieche. Laut Polizei kannten sich die beiden Männer. „Wir wissen allerdings noch nicht wie intensiv“, berichtet Walter Pupp, der in Tirol die Ermittlungen leitet. Näheres zur Identität des Verhafteten will die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen vorerst nicht bekannt geben.

Die österreichische Justiz hatte internationalen Haftbefehl beantragt. Wann der Mann ausgeliefert wird, steht noch nicht fest. Zunächst wurde er dem Haftrichter in Bayern vorgeführt. In der Wohnung des 28-Jährigen wurden Gegenstände sichergestellt, die derzeit kriminaltechnisch untersucht werden. Darunter sei auch eine Schusswaffe, berichtet LKA-Chef Pupp weiter. „Möglicherweise steht sie im Zusammenhang mit der Tat.“ Die Waffe wird derzeit vom LKA in Tirol untersucht, bis Mitte der Woche wird mit einem Ergebnis gerechnet.

Bislang gibt nicht nur das Motiv, sondern auch der Tatort den Ermittlern Rätsel auf. „Die Frage, warum ein Mann aus München von einem anderen Münchner in Österreich ermordet wird, wird uns wohl noch die ganze nächste Woche beschäftigen“, sagt Pupp. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann in unmittelbarer Nähe vom Auffindungsort erschossen worden ist. Pupp hofft, dass die Vernehmungen des Tatverdächtigen die Polizei einen Schritt weiterbringen. Die Spurensuche am Parkplatz hat keine weiteren Hinweise geliefert.

Der 31-Jährige wurde vergangenen Montag von einem Lkw-Fahrer direkt hinter der Leitplanke des Parkplatzes entdeckt. Es dauerte einige Tage, bis seine Identität geklärt war. Er hatte weder Ausweise noch Geldbeutel dabei. Die Ergebnisse des DNA-Abgleichs stehen zwar noch aus, durch Lichtbilder konnte der Mann Ende der Woche allerdings identifiziert werden, berichtet Pupp. Der Mann ist mit mehreren Schüssen getötet worden, die Spuren deuten auf eine regelrechte Hinrichtung. Dort, wo seine Leiche gefunden wurde, ist die Eibergklamm etwa 150 Meter tief. Zunächst waren die LKA-Ermittler davon ausgegangen, dass der Täter versucht hatte, den Toten in die Schlucht zu werfen. „Das ist bisher allerdings nur eine Vermutung“, betont Pupp. Wäre der Körper des Mannes in die Schlucht gefallen, hätte es gerade mit Blick auf den nahenden Winter wohl lange gedauert, bis er gefunden worden wäre.

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