Leichenwagen fährt bei "Allgäu-Orient-Rallye"

Oberstaufen - Wenn am kommenden Samstag die sechste Allgäu-Orient-Rallye startet, sind auch kuriose Gefährte dabei. Zum Beispiel ein Leichenwagen.

Bereits zum sechsten Mal startet an diesem Samstag die “Allgäu-Orient-Rallye“ von Oberstaufen im Oberallgäu nach Amman in Jordanien. Trotz der politischen Unruhen im Nahen Osten wollen 666 Teilnehmer in 111 Teams und mit 333 Fahrzeugen zu dieser abenteuerlichen Fahrt aufbrechen. Ziel ist die knapp 6000 Kilometer entfernte Wüste Wadi Rum. Dort wartet auf das Siegerteam als Trophäe ein lebendes Kamel.

Nach Veranstalterangaben vom Donnerstag führt die Rallye durch insgesamt 13 Länder. Allerdings wird sie aus Sicherheitsgründen nicht wie gewohnt durch Syrien führen. “Wir wollen unsere Teilnehmer nicht in Gefahr bringen und suchen deshalb einen Weg, um das Land zu umschiffen“, sagte Organisator Wilfried Gehr.

Das Teilnehmerfeld der Rallye ist wie in den Jahren zuvor international besetzt. So haben sich neben den europäischen Teilnehmern Fahrer aus Neuseeland, Australien, Japan und den USA angemeldet. Ein Team besteht laut Reglement aus sechs Teilnehmern und drei Fahrzeugen.

Die Autos, Lastwagen oder Motorräder müssen mindestens 20 Jahre alt sein oder dürfen einen Wert von 1111 Euro nicht überschreiten. Nach der Tour bleiben alle Fahrzeuge am Zielort und werden dort für einen guten Zweck versteigert. Bei der diesjährigen Tour sind laut Gehr unter anderem ein Stadtbus, zwei Feuerwehrautos, Krankenwagen und Behinderten-Transporter sowie ein Leichenwagen am Start.

Auf ihrer Reise müssen sich die Teams an strenge Regeln halten. Pro Übernachtung dürfen sie nicht mehr als 11 Euro pro Kopf ausgeben und maximal 666 Kilometer am Tag zurücklegen. Autobahnen und Mautstraßen sowie Navigationsgeräte sind tabu. Am Ende gewinnt nicht der Schnellste, sondern das Team, das die noch geheimen Sonderaufgaben auf der Strecke am besten bewältigt hat.

dpa

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