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Leipziger wollen Schwung behalten: Greuther Fürth „bedient“

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SpVgg Greuther Fürth - RB Leipzig
Der Fürther Jamie Leweling (l) schießt den Ball zum Treffer zum 1:0. © Daniel Karmann/dpa

RB Leipzig stürmt auf einen Champions-League-Platz. Von Druck will der Trainer der Turbo-Fußballer im Endspurt nichts wissen. Die Hoffnungen von Greuther Fürth auf die Rettung sind zerstört.

Fürth - Domenico Tedesco stützte seinen Kopf mit der rechten Hand ab. „Druck? Welchen Druck soll ich jetzt verspüren?“, wollte der Trainer von RB Leipzig auf eine entsprechende Frage wissen. Auf der Pressekonferenz nach dem furiosen 6:1 am Sonntag beim Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth schickte Tedesco die Einordnung gleich hinterher. „Im Dezember waren wir Elfter, als ich gekommen bin“, erinnerte er. „Das ist Bundesliga, geschenkt kriegen wir nix.“

Fragen nach Druck scheinen Tedesco eher zu ermüden. So wie RB in den vergangenen Wochen auftritt, beschäftigt dieses Thema die Mannschaft auch nicht wirklich. Die unwiderstehliche Tore-Show in Fürth bedeutet den siebten Sieg in neun Spielen. Die Leipziger Tempo-Fußballer sind nun als Tabellenvierter punktgleich mit dem SC Freiburg.

„Man hat bei jedem Spieler gesehen, dass es momentan richtig Spaß macht, Fußball zu spielen und zu zocken“, befand Offensivspieler Emil Forsberg nach der rasanten Vorstellung gegen in der Defensive überforderte Fürther. „Das Selbstvertrauen ist gut, wir spielen auch richtig geilen Fußball. Den Schwung muss man mitnehmen.“

Frankfurt, Dortmund, Hoffenheim, Leverkusen - nach den kommenden Partien wissen die Leipziger um ihre Champions-League-Tauglichkeit. Dass RB in der Tabelle wieder so weit oben steht, ist ein Verdienst von Tedesco. „Er ist mit richtigem Schwung gekommen“, bemerkte Forsberg bei Dazn. „Man sieht auf dem Platz, wie wir uns fühlen. Wir fühlen uns gut, wir haben Spaß, wir zocken, wir haben einen klaren Plan.“ Tedesco habe die Mannschaft „wieder zurückgebracht.“

Mit Angriffskönnern wie Forsberg, Christopher Nkunku und Andre Silva muss für Leipzig die Königsklasse auch drin sein. Die Fürther waren da nicht der ultimative Maßstab. „Wir hatten es uns schwerer vorgestellt, als es am Ende war“, bemerkte Außenverteidiger Marcel Halstenberg schonungslos, der nach langer Leidenszeit (Knöchel, Knie und Rücken) endlich wieder in der Bundesliga spielen durfte.

Die Fürther werden dieses Privileg am Saisonende verlieren - falls nicht noch ein Fußball-Wunder geschieht. „Wir sind bedient“, räumte Außenverteidiger Marco Meyerhöfer nach dem Debakel ein. „Es war ein ganz schlechter Auftritt.“ Die Fürther waren trotz früher Führung „komplett auseinandergefallen.“ Es fühle sich „sehr kacke“ an.

Kein Wunder. Nach 26 Spieltagen haben die Franken nur 14 Punkte auf ihrem Konto. Acht Partien vor dem Saisonende beträgt der Abstand auf Relegationsplatz 16 satte neun Zähler.

Die Fürther hätten sich die Bundesliga „sehr, sehr hart erarbeitet“, erinnerte Trainer Stefan Leitl nach diesem Schwarzen Sonntag und kritisierte Neuzugänge, ohne sie namentlich zu nennen. Der eine oder andere Spieler solle sich bewusst sein, dass er hier Bundesliga spielen dürfe. „Damit meine ich nicht die Spieler, die mit uns aufgestiegen sind“, betonte Leitl. Für die nächsten Wochen müsse man die „richtigen Schlüsse ziehen.“ dpa

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