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Der arme Lenny! Ein Sadist legte ihm einen Schlinge um den Hals und versenkte den Schäferhund nahe dieses Stegs im Waginger See.

Grausame Tat schockt Tierhalter und die Polizei

Lenny im See ertränkt: Wer ist der brutale Hunde-Killer?

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Waging am See - Ein Unbekannter hat Schäferhund Lenny im Waginger See ertränkt. Sein Frauchen Astrid Lange schildert die Geschehnisse, die Polizei bittet um Mithilfe.

Astrid Lange aus Waging am See bricht am Sonntag mit ihren beiden Hunden zur täglichen Runde am See auf. Eine liebgewonnene Routine. Doch von diesem Spaziergang kehrt die 47-Jährige diesmal nur mit einem der Vierbeiner zurück. Schäferhund Lenny bleibt verschwunden, auf Rufe und Pfiffe reagiert er nicht. Normalerweise hört der frühere Straßenhund aus Spanien doch aufs Wort? Was die Wagingerin nicht ahnt: Zu diesem Zeitpunkt lebt der belgische Schäferhund nicht mehr. Ein grausamer Hundekiller hat Lenny im See ertränkt! Er hat dabei dem Rüden ein Seil um den Hals gezogen und samt einem Betonstein einfach ins Wasser geworfen. Lenny hat keine Chance, das schwere Gewicht zieht ihn runter auf den Seegrund …

Dieser große Betonstein zog den  Hund nach unten

Erst am Montag findet Astrid Lange ihren Lenny. Zuvor hat sie mit ihrem Mann stundenlang nach dem Schäferhund gesucht. „An einem Bootsteg trieb er mit dem Kopf nach unten im Wasser“, erzählt die 47-Jährige der tz. Es ist reiner Zufall, dass die Wagingerin den Schweif von Lenny zwischen den Algen entdeckt. Doch als ihr Mann und ein paar Waldarbeiter das Tier herausziehen, ist Astrid Lange nicht dabei. „Ich konnte das nicht mit ansehen.“ Mit einem Fahrradanhänger bringt das Ehepaar Lenny nach Hause. Astrid Lange erinnert sich so daran: „Es war so traurig, ihn da liegen zu sehen mit seinem nassen Fell.“

Später informieren sie die Polizei in Laufen. Die Beamten gehen davon aus, dass Lenny am Bootsteg des abgesperrten Seegrundstücks auf seinen Peiniger traf. Der Steg befindet sich südöstlich des Hotels Eichenhof, die Tat selbst muss zwischen Sonntag, 12 Uhr und Montagvormittag passiert sein. „Wir können das einfach nicht fassen“, sagt Astrid Lange. „Wie muss ein Mensch ticken, der so etwas tut?“

In der Tat, es ist kaum zu ertragen, was mit Lenny passiert ist. Der zutrauliche, liebe Schäferhund dürfte keine Scheu vor dem Fremden gehabt haben. Hat dieser noch zugeschaut, wie Lenny im hüfttiefen Wasser um sein Leben kämpfte? Er muss jedenfalls äußerst kaltblütig sein – möglicherweise sadistisch veranlagt.

Laufens Polizeichef Erwin Wimmer sagte: „So einen Fall habe ich in 35 Dienstjahren nicht erlebt!“ Nichts Ähnliches sei ihm in der Region bekannt. „Wir versprechen uns nun viel von möglichen Zeugen. Vielleicht hat jemand etwas beobachtet, was er nicht in diesen Zusammenhang brachte.“ Hinweise an die Polizei Laufen unter der Telefonnummer 0 86 82/8 98 80.

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