Mann aus Hongkong

Letzter Verletzter der Axt-Attacke außer Lebensgefahr

Würzburg - Gut fünf Wochen sind seit der Axt-Attacke in einem Würzburger Regionalzug vergangen. Nun steht fest: Keines der Opfer wird sterben. Doch Unterstützung brauchen sie weiterhin.

Das letzte Opfer des Würzburger Axt-Angriffs ist außer Lebensgefahr. Wie das Universitätsklinikum Würzburg am Mittwoch mitteilte, bestehe mehr als einen Monat nach der Bluttat bei dem Mann aus Hongkong keine akute Lebensgefahr mehr. Seine Genesung werde aber noch längere Zeit dauern. „Für die nächsten Tage“ bleibe er noch auf der Intensivstation. Bereits am Freitag war der 30-Jährige aus dem künstlichen Koma geholt worden.

Ein 17 Jahre alter Flüchtling hatte ihn und drei weitere Mitglieder einer Urlauberfamilie aus Hongkong am 18. Juli in einem Regionalzug in Würzburg mit einer Axt und einem Messer angegriffen. Nachdem ein anderer Fahrgast die Notbremse gezogen hatte, floh der Täter aus dem Zug und attackierte dabei noch eine Fußgängerin. Polizisten eines Spezialeinsatzkommandos erschossen den Täter, als er sie angriff.

Alle fünf Opfer wurden schwer verletzt. Zuletzt in Lebensgefahr war nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur noch der Partner der Tochter aus der Hongkonger Familie. Vater, Mutter und Tochter, sowie die Spaziergängerin waren bereits seit längerem außer Lebensgefahr, werden aber nach wie vor in der Würzburger Uniklinik behandelt. Die 51-jährige Fußgängerin konnte bereits entlassen werden.

Angehörige aus Hongkong waren nach der Gewalttat nach Würzburg gereist, um die Genesung der Verletzten zu unterstützen. Die Schwester des 30 Jahre alten Mannes hatte verkündet, Würzburg erst verlassen zu wollen, wenn sie ihren Bruder wieder mitnehmen kann. Nach Angaben der Klinik werden die Patienten psychologisch betreut, deutsche und chinesische Helfer kümmerten sich um die Angehörigen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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