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Nach Ansicht eines Erlanger Alpenforschers gehen die Menschen lieber Wandern anstatt in die Ferne zu reisen.

Lieber Wandern als Fernreisen

Nürnberg - Fernreisen sind passé - es lebe das gute alte Wandern: Nach Ansicht des Erlanger Alpenforschers Werner Bätzing schnappen sich immer mehr Menschen lieber feste Schuhe und Rucksack, als in exotische Länder zu fliegen.

Urlaubsreisen in ferne Länder mitsamt ihren Abenteuern seien mittlerweile ein wenig abgewirtschaftet, sagte der Professor für Kulturgeografie dem Sozialmagazin “Straßenkreuzer“. Viele Urlauber hätten bei Fernreisen den Eindruck, der Fremde zu sein und zu der Exotik keine Beziehung zu haben. “Es herrscht inzwischen das Gefühl vor, dass einem alles zu viel ist und man keine wirklichen Erlebnisse hat“, sagte Bätzing.

Spätestens seit der neuen Popularität des Jakobswegs - befeuert durch Hape Kerkelings Reisetagebuch “Ich bin dann mal weg“ - habe das Wandern sein spießiges Image abgelegt. Allein die Ausweisung von Wanderwegen reicht nach Bätzings Ansicht jedoch nicht aus. Städter hätten oft so wenig Naturkenntnisse, dass Hinweistafeln und Erläuterungen am Wegesrand nötig seien. Als Beispiel nannte er einen Kulturweg in Egloffstein im oberfränkischen Landkreis Forchheim und einen historischen Ortsrundgang in Kunreuth in der Fränkischen Schweiz.

dpa

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