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Überflutet ist am Montag die Alt- und Innenstadt von Passau (Bayern) am Zusammenfluss von Donau (unten) und Inn.

A 8 bis Donnerstag gesperrt

Ticker: Knast in Passau evakuiert

München - Die Hochwasserlage hat sich im Süden Bayerns in der Nacht noch einmal zugespitzt. Vielerort wurden neue Höchstwerte erreicht, in Rosenheim brach ein Damm. Die Einsatzkräfte arbeiten am Limit.

Liebe Leser: Für den heutigen Montag schließen wir unseren Hochwasser-Ticker. Am Dienstagmorgen geht es weiter!

Einen anderen spannenden Live-Ticker können Sie hier zum Besuch des US-Präsidenten Barack Obama in Berlin verfolgen.

Hochwasser-Katastrophe: Hier können Sie spenden

Hier finden Sie den aktuellen Ticker vom Dienstag.

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+++ 22.24 Uhr +++ Das Hochwasser macht auch den bayerischen Piraten zu schaffen: Eigentlich wollte die Partei ihr Landeswahlprogramms und ihre Kandidaten am kommenden Samstag bei einer Dampferfahrt auf dem Chiemsee vorstellen. Wegen der schwierigen Verkehrsverbindungen und dem Hochwasser auf dem See sagten sie den Termin am Montagabend jedoch ab. Ein Ersatztermin ist noch offen.

Hochwasser: Die Bilder unserer Leser

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+++ 21.30 Uhr +++ Die Stadt Straubing und der Landkreis Straubing-Bogen haben am Montagabend Katastrophenalarm ausgerufen. Die Stadt Straubing erklärte, der Hochwasser-Scheitel werde für Dienstagnachmittag zwischen 15.00 und 18.00 Uhr erwartet. Mit 7,70 Meter werde der Wasserstand der Donau auch im Vergleich zu früheren Hochwasserereignissen außergewöhnlich hoch sein. Im Bedarfsfall könnten jetzt rasch zusätzliche Kräfte einberufen werden.

+++ 21.00 Uhr +++ Nach dem Ausfall von Trinkwasser, Strom und Telefon in der Passauer Altstadt werden Altenheime mit Tankwagen angefahren. Oberbürgermeister Jürgen Dupper sagte heute, Brauereien hätten Tankfahrzeuge und die Bundespolizei Tankwagen von Wasserwerfern zur Verfügung gestellt. Der Donau-Pegel sei am Nachmittag auf 12,70 Meter gestiegen - „das gab es in den letzten fünf Jahrhunderten nicht“, sagte der Oberbürgermeister. Damit sei der Scheitelpunkt aber wohl erreicht.

+++ 20.43 Uhr +++ Die Passauer Stadtwerke haben die Trinkwasser-Versorgung gestoppt. Das berichtet der Bayerische Rundfunk. Grund: Das Wasser könnte durch die Fluten verschmutzt werden. Die Bundespolizei hat mehrere Wasserwerfer mit Trinkwasser befüllt und nach Passau geschickt. Auch Strom und Telefon sind in der Stadt zum Teil ausgefallen.

+++ 20.40 Uhr +++ Am Montagabend hat Freisings Landrat Michael Schwaiger aufgrund der Hochwasserlage den Katastrophenfall für den Landkreis ausgerufen.

In der Pressemeldung heißt es: "Im Laufe des Nachmittags haben sich die Einsatzstellen im gesamten Landkreis gemehrt, so dass auch die Fachleute der Feuerwehr und des THW erhöhten überörtlichen Koordinierungsbedarf durch die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FÜGK) im Landratsamt sehen.

Sorgen machen den Einsatzkräften insbesondere Glonn und Amper. Obwohl die Höchststände für diese Flüsse erst für morgen früh erwartet werden, sind bereits zum jetzigen Zeitpunkt Überschwemmungen der Deichkronen feststellbar. Viele Dämme sind aufgeweicht.

Durch den mittlerweile lang andauernden Einsatz der Hilfskräfte im gesamten Landkreis ist nun erhöhter Koordinierungsbedarf für Einsatzkräfte und Material erforderlich.

Besonders kritisch stellen sich derzeit die Bereiche in Freising, Moosburg und entlang der Amper dar. Die Feuerwehr hat an allen kritischen Stellen Deichwachen eingerichtet."

+++ 20.00 Uhr +++ Nach tagelangem Dauerregen steigt das Hochwasser der Donau in Regensburg dramatisch an. Derzeit sei ein Pegel an der Eisernen Brücke von 6,25 zu verzeichnen, sagte Oberbürgermeister Hans Schaidinger (CSU) am Montag. Pro Stunde steige das Wasser aber um etwa fünf Zentimeter. Spätestens um Mitternacht werde ein Stand von 6,50 Meter erreicht. Dies bedeute eine Überspülung der mobilen Schutzelemente an der Werftstraße auf der Insel Unterer Wöhrd, erläuterte Schaidinger.

„Regensburg braucht ein Quäntchen Glück“, sagte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Montagabend bei einem Besuch der Domstadt und sprach den Anwohnern Mut zu. Die Lage sei zwar angespannt, aber die Hilfskräfte seien rund um die Uhr im Einsatz, um eine Katastrophe zu verhindern.

Oberbürgermeister Schaidinger erklärte, die fünf Millionen Euro teuren Hochwasserschutzmaßnahmen der Stadt hätten sich bereits ausgezahlt. „Ansonsten hätten wir schon jetzt großflächige Überschwemmungen in der Altstadt und in Stadtamhof.“ Regensburg hat mobile Schutzwände in einer Länge von 1,4 Kilometer aufgestellt. Falls der vom Hochwassernachrichtendienst prognostizierte Höchststand von bis zu 6,80 Meter nicht überschritten werde, sollten die Wände halten, erläuterte der Oberbürgermeister.

+++ 19.19 Uhr +++ Wegen des Hochwassers musste in Passau am Montag ein Gefängnis evakuiert werden. Rund 60 Gefangene wurden verlegt - 35 Häftlinge nach Straubing und 24 nach Landshut, wie das Bayerische Justizministerium mitteilte. Ein Gefangener, dessen Entlassung ohnehin einen Tag später anstand, konnte vorzeitig gehen. Die Polizei unterstützte die Haftanstalten beim Transport der Gefangenen.

+++ 18.29 Uhr +++ Für die Passauer Bevölkerung wird heute und im Laufe des morgigen Dienstags eine dezentrale Trinkwasserversorgung eingerichtet. Das teilt die Stadt Passau mit, Das Trinkwasser wird kostenlos an die Bürger abgegeben. Diese müssen Behälter selbst mitbringen - und das Wasser vor Gebrauch nochmals abklochen.

+++ 18.15 Uhr: Nach dem Ausfall von Trinkwasser, Strom und Telefon in der Passauer Altstadt werden Altenheime mit Tankwagen angefahren. Oberbürgermeister Jürgen Dupper sagte am Montag, Brauereien hätten Tankfahrzeuge und die Bundespolizei Tankwagen von Wasserwerfern zur Verfügung gestellt.

+++ 17.59 Uhr: Aufatmen im nördlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Die Pegelstände der Loisach sinken, das Schlimmste scheint vorüber zu sein. Die Kollegen aus der Redaktion des Murnauer Tagblatts liefern einen Überblick.

+++ 17.48 Uhr: Wegen des Hochwassers hat die Justizvollzugsanstalt Passau rund 60 Gefangene verlegt. 35 Häftlinge kamen nach Straubing, 24 nach Landshut, wie das Bayerische Justizministerium mitteilte. Ein Gefangener, dessen Entlassung ohnehin einen Tag später anstand, konnte vorzeitig gehen.

+++ 17.43 Uhr: Der Kochelsee ist immer noch ein Brennpunkt in der Region. Während sich in Schlehdorf die Lage langsam entspannt, bangt Kochel weiter.  

+++ 17.12 Uhr: Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich betroffen gezeigt über das Ausmaß des Hochwasserdramas in Bayern. „Man ist natürlich schon bedrückt, wenn man die Katastrophe hier vor Ort sieht“, sagte Seehofer in Rosenheim. Die Betroffenheit und die Angst der Menschen motiviere, „alles Menschenmögliche zu tun, zu helfen und wo immer es möglich ist, durch zusätzliche Hochwasserschutzmaßnahmen in der Zukunft die Gewalten der Natur so stark wie möglich zurück zu drängen“. Die Hilfe für die Hochwasser-Opfer solle nicht am Geld scheitern, sagte er.

+++ 16.59 Uhr: Den Hinweis auf eine gesperrte Straße hätte dieser Mann aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen besser beachtet: Er ist bei Dietramszell mit seinem Audi versunken, ein Landwirt musste ihm helfen.

16.45 Uhr: Das Münchner Trinkwasser wird gechlort - zur Vorsicht. „Es handelt sich um eine Präventiv-Maßnahme“, betonten die Stadtwerke. Das Wasser könne weiterhin bedenkenlos getrunken werden.

Die Stadtwerke Passau hatten wegen des starken Hochwassers bereits die Trinkwasserversorgung eingestellt. Dort drohe eine Verunreinigung der Trinkwasserbrunnen, teilte der Krisenstab mit.

+++ 16.32 Uhr: Bayern hat wegen des Hochwassers seine Teilnahme am Blitz-Marathon gegen Raser am Dienstag abgesagt. Das teilte das nordrhein-westfälische Innenministerium mit. Bayern wollte sich erstmals an der länderübergreifenden 24-stündigen Aktion zur Überwachung von Gefahrenstellen und Rasern beteiligen. 

+++ 15.54 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich in Passau ein Bild der Hochwasserlage machen. Am Dienstag wolle sie mit Ministerpräsident Horst Seehofer die überflutete Stadt besuchen. Ausgerechnet während des Hochwassers ist dort die automatische Datenübertragung von den Wasserpegeln an der Donau ausgefallen. Am Montagmorgen wurde zwar noch korrekt registriert, dass die Pegelhöhe in Passau von 12,20 Meter überschritten war. Bis zum Mittag erwartete das Wasserwirtschaftsamt Passau 12,50 Meter - exakte Daten dazu gab es vorerst wegen des Ausfalls aber nicht, wie ein Sprecher der Behörde sagte.

+++ 15.46 Uhr: Ministerpräsident Horst Seehofer ist im Katastrophengebiet im Kreis Rosenheim eingetroffen. Unser Partner-Portal Rosenheim24.de berichtet vor Ort.

+++ 15.45 Uhr: Zwei noch unbekannte Tote sind mit dem Treibgut des Hochwassers im schwäbischen Günzburg angeschwemmt worden. Wie die Polizei in Kempten mitteilte, wurde am Montag im Rechen des Donaukraftwerkes die Leiche einer Frau gefunden. Nach ersten Schätzungen war die Frau zwischen 40 und 50 Jahre alt. Bereits am Sonntagabend war am Donaukraftwerk beim Abtransport von Treibgut die Leiche eines Mannes entdeckt worden. Die Polizei geht aufgrund ihres Zustands von einem länger zurückliegenden Todeszeitpunkt aus. Die beiden Toten sollen obduziert werden.

+++ 15.42 Uhr: Drei Landkreise in Bayern haben den Katastrophenalarm mittlerweile beendet, wie das Innenministerium mitteilt: Miesbach, Mühldorf und Rottal-Inn. Zwischenzeitlich hatten dreizehn Städte und Kreise den „K-Fall“ ausgerufen, wie der Katastrophenalarm im Behördenjargon heißt. Am frühen Montagnachmittag hielten noch zehn Städte und Kreise den Katastrophenalarm aufrecht: Stadt und Landkreis Passau, Stadt und Landkreis Rosenheim, außerdem die Kreise Berchtesgadener Land, Traunstein, Erding, Kelheim, Pfaffenhofen an der Ilm und Deggendorf.

+++ 15.25 Uhr: In Gilching ist eine Autofahrerin trotz Absperrung in eine Unterführung gefahren. Ihr Wagen versank im Hochwasser. Die 51-Jährige konnte in letzter Sekunde durch das Seitenfenster entkommen.

+++ 14.56 Uhr: Das kühle und regnerische Wetter hat vielen Landwirten in Deutschland finanzielle Einbußen und magere Ernten beschert. „Vor allen Dingen unsere Obst- und Gemüsebauern, die jetzt mitten in der Ernte stehen, die Spargelbauern, die Erdbeerbauern, die haben erhebliche Verluste“, sagte Sprecher Michael Lohse vom Deutschen Bauernverband am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Oft seien überflutete Felder nicht befahrbar, weshalb die Pflanzen nicht gedüngt und gepflegt werden könnten. Für die Verbraucher bedeute das nasse Wetter steigende Preise bei bestimmten Obst- und Gemüsesorten.

+++ 14.50 Uhr: Die Autobahn zwischen Rosenheim und Traunstein ist weiterhin kaum zu befahren.

Zwischen der Anschlussstelle Bernau am Chiemsee und dem Inntaldreieck bei Rosenheim ist die A8 in Richtung München für den Schwerlastverkehr gesperrt. Und zwischen Bernau und Bergen kurz vor Traunstein ist sie wegen Überflutung in beiden Richtungen total gesperrt, wie die Verkehrsmeldestelle der Polizei in Rosenheim am Montag berichtete.

Es gibt dort auch keine Umleitungsempfehlung, weil die meisten Nebenstrecken überflutet sind. „Richtung Österreich und Italien umfahren Sie bitte großräumig über andere Autobahnen“, empfahl die Polizei. Die Sperre werde voraussichtlich mindestens bis Donnerstag dauern, da die Fahrbahnen der A8 beschädigt sind.

+++ 14.32 Uhr: In den Gemeindebereichen Geretsried, Königsdorf und Dietramszell kam es aufgrund des Hochwassers zu einigen Straßensperrungen: Im Einzelnen mussten die Staatsstraßen 2072 (Bad Tölz-Grünwald) im Bereich Einöd und Ascholding gesperrt werden, die St 2064 zwischen Tölz und Königsdorf, die St 2073 zwischen Humbach und Dietramszell sowie die Grundstraße zwischen B11/Königsdorf und Geretsried gesperrt werden. Zwischenzeitlich ist die St 2072 jedoch wieder durchgehend befahrbar.

+++ 14.17 Uhr: Die Stadtwerke München teilen mit: "Aufgrund der sehr starken Niederschläge in den vergangenen Tage stehen auch Gewinnungsgebiete des Münchner Trinkwassers unter Hochwasser. Zur Sicherung der hervorragenden Qualität des Trinkwassers nehmen die SWM deshalb die Transportchlorung in Betrieb. Es handelt sich um eine Präventiv-Maßnahme, die Qualität des Münch-ner Trinkwassers bleibt hervorragend und es kann weiterhin bedenkenlos getrunken werden."

+++ 14.13 Uhr: Die bayerische Staatsregierung will den Betroffenen des Hochwassers mit einem sofortigen Hilfspaket in Höhe von 150 Millionen Euro unter die Arme greifen. Wie der Münchner Merkur (Dienstagsausgabe) berichtet, einigte sich darauf am Montag der in der Staatskanzlei eingerichtete Krisenstab.

+++ 13.52 Uhr: Bei Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser hat in Günzburg ein Kraftwerksmitarbeiter eine Leiche im Treibgut der Donau entdeckt. Das berichtet die Augsburger Allgemeine. Es soll sich um die sterblichen Überreste einer Frau handeln. Offenbar soll die Leiche schon länger im Wasser gelegen haben.

+++ 13.30 Uhr: Der parlamentarische Staatssekretär des Verteidigungsministeriums, Christian Schmidt, hat sich über die Situation vor Ort informiert und informiert die Presse:

647 bayerische Soldaten sind gerade im Einsatz, füllen Sandsäcke, evakuieren Menschen aus deren Wohnungen

Matthias Friese sitzt seit Samstagmorgen, 8 Uhr, an seinem Schreibtisch im Lagezentrum der Bundeswehr. Der stellvertretende Kommandeur musste seine Familie in Passau mit einem überschwemmten Keller allein lassen. Weil er dringend in Bayern gebraucht wird. Und ein Ende des Einsatzes ist nicht in Sicht. Friese koordiniert und organisiert, wie viele Soldaten gerade wo in Bayern im Einsatz sind, um gegen das Hochwasser zu kämpfen. Die Telefone klingeln ununterbrochen im Lagezentrum, ständig gehen neuen Katastrophenmeldungen ein, Landräte und Bürgermeister fordern Unterstützung an.

Selbst wenn es aufhört zu regnen und die Pegel sinken, ist die Arbeit für die Bundeswehr noch lange nicht vorbei. "Die größte Herausforderung wird es, die Helfer noch tagelang durchhaltefähig zu halten", sagt Friese.

+++ 13.10 Uhr: Am Main in Unterfranken hat sich am Montag eine Entspannung der Hochwasserlage abgezeichnet. „Wir erwarten nicht, dass sich die Lage noch einmal verschärft. Wir sind weitgehend glimpflich davongekommen“, sagte Axel Bauer, Chef des Aschaffenburger Wasserwirtschaftsamts, am Montag. In Oberfranken herrschte im Bereich des Oberen Mains noch die zweithöchste Meldestufe drei. Sorgen bereitete den Einsatzkräften ein Hang nahe Lichtenfels, der herabzustürzen drohte.

+++ 11.54 Uhr: Auch die Isar im Stadtgebiet München stieg bis zum Scheitelpunkt am Montag in der Früh um 5 Uhr auf 431 Zentimeter. Derzeit ist der Pegel fallend. In München bestand aber laut Feuerwehr durch Oberflächenwasser zu keinem Zeitpunkt ein erhöhtes Gefahrenpotential. Allerdings hebt sich üblicherweise durch den Hochwasserstand zeitlich versetzt der Grundwasserspiegel. Dieser erhöhte Grundwasserspiegel ist verantwortlich dafür, dass es im Stadtgebiet in mehrere Keller und Tiefgaragen Wasser drückte. Über das Wochenende rückte die Münchner Feuerwehr bis zum jetzigen Zeitpunkt zu knapp 200 Einsätzen aus. Hauptsächlich befand sich das Einsatzgebiet in der Au, die immer am meisten vom hohen Grundwasserspiegel betroffen ist.

In der Nacht wurde nach Anforderung ein gemeinsames Kontingent mit 24 Fahrzeuge und 100 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr München und der Freiwilligen Feuerwehr nach Rosenheim entsandt.

+++ 11.50 Uhr: Die Sperrung zwischen Baierbrunn und Wolfratshausen ist aufgehoben. Die Linie S 7 verkehrt wieder durchgehend nach und von Wolfratshausen.

+++ 11.12: Vor allem im Landkreis Erding herrscht Ausnahmezustand. In der Nacht wurden zahlreiche Menschen in Altenerding nach dem Hochwasser der Sempt evakuiert.

+++ 10.40: Die Autobahn A8 im Bereich von Grabenstätt bleibt wohl bis einschließlich Donnerstag total gesperrt. Das berichtet unser Partnerportal rosenheim24.de

9.55 Uhr: Es herrscht immer noch ein Lkw-Fahrverbot (bis 22 Uhr) für Gebiete mit Katastrophenalarm: das sind Stadt und Landkreis Passau, Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die sechs Kreise Berchtesgadener Land, Miesbach, Mühldorf, Traunstein, Erding und Kelheim.

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Lastwagen von zwölf Tonnen aufwärts dürfen dort bis Montag 22 Uhr nicht fahren, ausgenommen die Fahrzeuge im Katastropheneinsatz. Auf den Autobahnen 8 und 93 dürfen Lkw zwischen Kufstein und München fahren - in Richtung Salzburg hingegen nicht.

+++ 9.50 Uhr: In Kolbermoor bei Rosenheim droht ein Damm zu brechen. Die Innenstadt von Rosenheim wurde für den Durchgangsverkehr gesperrt. Am Rosenheimer Auerbach im Bereich von Oberwöhr hielt ein Damm den Wassermassen nicht mehr stand, die Anwohner wurden in eine Turnhalle gebracht.

+++ 8.58 Uhr: Die Hochwasserlage in Passau spitzt sich weiter zu. Am Montagmorgen wurde dort an der Donau der Wasserstand von 12,20 Metern überschritten, teilte der Hochwassernachrichtendienst im Bayerischen Landesamt für Umwelt in Augsburg mit. Damit sind die Donau-Fluten bereits höher gestiegen als beim historischen Hochwasser von 1954 mit einem Stand von damals 12,20 Metern. Mit einem weiteren Anstieg wird gerechnet, da aus dem Oberlauf der Donau und den Zuläufen weitere Wassermassen nach Passau fließen.

+++ 8.40 Uhr: Nach wie vor ist die Strecke zwischen Baierbrunn und Wolfratshausen wegen Unwetterschäden gesperrt. Es gibt noch keine Prognose wann die Strecke wieder geöffnet werden kann. Ein Schienenersatzverkehr mit fünf Bussen ist auf der Strecke unterwegs. Die S7 wendet in Baierbrunn.

+++ 8.20 Uhr: Das Hochwasser behindert auch den Bahnverkehr in Bayern. Insbesondere in Süd- und Niederbayern seien einige Strecken unterbrochen, sagte am Montagmorgen ein Sprecher der Deutschen Bahn. Betroffen sind unter anderem die Verbindungen München-Salzburg, Traunstein-Ruhpolding sowie zwischen Weilheim und Garmisch-Partenkirchen. Der Bahnhof Rosenheim wurde komplett gesperrt; dort stehen die Züge bereits seit Sonntagabend still. An den Flughäfen München, Nürnberg und Augsburg kam es zu keinen wetterbedingten Behinderungen.

+++ 8.18 Uhr: Nach einem Dammbruch des Auerbaches in der Nacht zum Montag ist die Hochwasserlage in Rosenheim nach wie vor dramatisch. Ein weiterer Stadtteil musste evakuiert werden, das Wasser steht dort bis zu 1,50 Meter hoch in den Straßen. Und obwohl die Wasserstände der Mangfall inzwischen sinken, sei auch im benachbarten Kolbermoor die Gefahr eines Dammbruches noch längst nicht gebannt, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Rosenheim am Morgen. Viele Straßen in der Region sind derzeit nicht befahrbar.

In Rosenheim mussten in der Nacht weitere rund 170 Menschen in Sicherheit gebracht werden, rund die Hälfte davon mit Booten.

+++ 8.10 Uhr: Laut wetter.net handelt es sich bei dem Hochwasser um einen "meteorologischen Super-Gau in Bayern".

Es gab einige Regionen im südlichen Bayern dort fielen von Donnerstag bis in die Nacht zum Montag hinein fast 400 Liter Regen pro Quadratmeter.

Beim BR finden Sie eine Liste aller Schulen in Oberbayern, die heute geschlossen bleiben

„Das sind in der Tat fast schon unvorstellbare Mengen für unsere Breiten. Zum Vergleich: der jährliche Gesamtniederschlag liegt in Südbayern bei rund 1000 Liter pro Quadratmeter. Damit fielen 40 Prozent des gesamten Jahresniederschlags in der Region in weniger als vier Tagen. Das war meteorologisch gesehen der Super-Gau und für die Flüsse und Bäche deutlich zu viel“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net

+++ 7.30 Uhr: Am Tegernsee ist die Hochwasserlage in der Nacht stabil geblieben. "Die Pegelstände haben sich stabilisiert und sind teilweise leicht rückläufig, insbesondere an der Rottach", sagte ein Sprecher des Landratsamtes Miesbach gegen über B5.

+++ 6.54 Uhr: Die Hochwasserlage in Niederbayern hat sich weiter verschärft. In Passau sind die Wasserstände in der Nacht zum Montag erneut gestiegen. „Wir rechnen damit, dass im Laufe des Tages an Inn und Donau die historischen Höchststände von 1954 erreicht werden“, sagte am Morgen ein Sprecher des Passauer Krisenstabs. Am Inn betrug der Wasserstand am Montagmorgen 9,60 Meter, an der Donau 12 Meter.

Die Passauer Altstadt und andere Teile des Zentrums der Dreiflüssestadt sind großflächig überspült. In der Altstadt musste der Strom abgestellt werden. „Die notärztliche Versorgung ist aber noch gegeben“, sagte der Sprecher. Mehr 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und Technischem Hilfswerk (THW) arbeiteten am Limit. Am Montagmorgen wurden 150 Soldaten der Bundeswehr zur Hochwasserhilfe in der Stadt erwartet.

+++ 6.30 Uhr: Der Unterricht fällt an allen Schulen in folgenden Landkreisen und Städten komplett aus: Traunstein, Rosenheim, Berchtesgadener Land und Erding

Mit Material der dpa 

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