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Anhand von Projektilen, Spuren und Entfernungen erstellten die LKA-Beamten einen fotorealistischen Film vom Tatort.

3D-Animation vor Gericht gezeigt

LKA-Film: So starb der Augsburger Polizist

Augsburg - Wie wurde der Augsburger Polizist Mathias Vieth ermordet? Im Prozess hat das Landeskriminalamt nun eine 3D-Animation der Mordnacht gezeigt. Sie legt den Schluss nahe: es war keine Einzeltat.

Es sind verstörend detaillierte Bilder, die das Landeskriminalamt am Dienstag im Schwurgerichtssal des Augsburger Landgerichts vorführen. Die Nacht, als der Augsburger Polizist Mathias Vieth in einem regelrechten Kugelhagel starb, hat das LK mit einer detaillierten 3D-Computeranimation nachempfunden.

Die Animation verarbeitet alle Hinweise, die die Ermittler am Tatort gefunden haben. Anhand von Projektilen, Spuren und Entfernungen erstellten die Beamten einen fotorealistischen Film. 16 Schüsse aus seiner Dienstpistole soll Vieth abgegeben haben, nachdem er aus seinem Streifenwagen gestiegen war. Auch seine Kollegin Diana K. gab vier Schüsse ab.

Anhand von Projektilen, Spuren und Entfernungen erstellten die LKA-Beamten einen fotorealistischen Film vom Tatort. Für eine große Ansicht hier klicken

Was die Animation mit hoher Wahrscheinlichkeit beweist: Der Mord war keine Einzeltat. Zwei Täter müssen auf Vieth geschossen haben. Auch die Anwälte der Beschuldigten Rudi R., 57, und Raimund M., 59, widersprechen dem nicht. Die digitale Rekonstruktion legt nahe, dass einer der Täter mit einer Pistole der Marke FEG das Feuer auf Vieth eröffnet hat. Drei Treffer brachten den Polizisten zu Boden. Dann trat vermutlich der andere Täter bis auf circa eineinhalb Meter an den am Boden liegenden Beamten heran und schoss aus dem Kalaschnikow-Schnellfeuergewehr. Fünf Schüsse trafen Mathias Vieth. Möglicherweise bereits auf dem Rückzug wurde noch einmal aus einer zweiten Kalaschnikow geschossen.

Trauer um Mathias Vieth

Polizistenmord: Bilder vom Einsatz in Friedberg und aus Augsburg

Bei den Angeklagten wurden später dutzende Waffen gefunden. Ob auch die Kalaschnikows dabei waren, aus denen auf Vieth geschossen wurde, hat das LKA bisher nicht bestätigt. Nächsten Dienstag soll ein Beamter des Bundeskriminalamts ein Gutachten dazu vorstellen. Passen die am Tatort gefundenen Projektile zu den von den Angeklagten gehorteten Waffen, würde sie dies erheblich belasten.

mm

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