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Vorsicht am Geldautomaten! Die Manipulation solcher hat in den vergangenen Jahren laut LKA zugenommen.

LKA: Kriminelle rüsten technisch auf

München - Die Organisierte Kriminalität hat nach Einschätzung des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) in den vergangenen Jahren technisch aufgerüstet.

"Die Tätergruppen sind zunehmend hochkonspirativ und international vernetzt, sie nutzen moderne, teilweise kryptierte Informations- und Kommunikationstechnologien", sagte Peter Dathe, Präsident des Landeskriminalamtes (LKA), am Mittwoch bei der Eröffnung der Messe SicherheitsExpo in München laut Redemanuskript.

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Stark zugenommen habe in den vergangenen Jahren vor allem die Manipulation von Geldautomaten. In Bayern seien im vergangenen Jahr 64 Ermittlungsverfahren in Zusammenhang mit Organisierter Kriminalität eingeleitet worden, sagte Dathe. Allein der Schaden daraus werde auf rund 31 Millionen Euro geschätzt. Dies sei aber nur der sichtbare Teil des Problems. Wie hoch die Dunkelziffer liegt, lasse sich kaum abschätzen.

Auf der Messe, die in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfindet, informieren mehr als 100 Aussteller über die Themen Gebäudesicherung sowie Brand-, Kommunikations- und Datenschutz. Nach Aussage des Veranstalters wird in diesem Jahr verstärkt auf Biometrie und im Bereich der Einlasskontrolle auf Karten- anstelle von Schlüsselsystemen gesetzt. Die Messe ist am 8. und 9. Juli geöffnet und wendet sich hauptsächlich an Fachbesucher.

Auch für Privatpersonen sei die Beschäftigung mit dem Thema Sicherheitstechnik wichtig, betonte Dathe. So hätten entsprechende Anlagen im vergangenen Jahr in Bayern 1367 Einbrüche verhindert. Daher mache es Sinn, Sicherheitstechnik fürs eigene Haus finanziell zu fördern. "Wenn der Staat verbilligte Darlehen für notwendige ökologische Maßnahmen zur Verfügung stellt, sollte er auch entsprechende Anreize für denjenigen staatlicherseits gewähren, der in Sicherheit investiert."

dpa

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