Ein Überblick

Corona: Lockdown in Bayern bis ins neue Jahr - das sind die Regeln für Weihnachten und Silvester

  • Katarina Amtmann
    vonKatarina Amtmann
    schließen

Die Corona-Zahlen sind laut Ministerpräsident Markus Söder weiter zu hoch. Der Teil-Lockdown wurde deshalb verlängert - und sogar leicht verschärft. Ein Überblick.

  • Am Mittwoch (25. November) beschlossen die Länderchefs und Kanzlerin Angela Merkel eine Verlängerung des Teil-Lockdowns.
  • Aufgrund hoher Corona-Zahlen wurde dieser für Bayern sogar leicht verschärft.
  • Hier finden Sie die Corona-News aus Bayern. Außerdem bieten wir Ihnen in einer Karte die aktuellen Fallzahlen im Freistaat.

Update vom 2. Dezember, 21.27 Uhr: Bei ihrer Ministerpräsidentenkonferenz haben die Länderchefs und Kanzlerin Angela Merkel die Verlängerung der bislang geltenden Corona-Maßnahmen bis zum 10. Januar beschlossen. Die folgenden Regelungen gelten in Bayern also nicht mehr nur bis zum 20. Dezember.

Corona in Bayern: Diese Beschränkungen gelten aktuell im Freistaat

Erstmeldung vom 27. November:

München - Seit 2. November befindet sich Deutschland aufgrund steigender Corona-Zahlen im Teil-Lockdown. Nach wie vor sind die Zahlen zu hoch. Deshalb berieten sich die Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch (25. November) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Am Donnerstag beschloss das bayerische Kabinett dann die Umsetzung für den Freistaat. Grundsätzlich gilt: Der Teil-Lockdown wurde verlängert und sogar leicht verschärft. Ein Überblick.

Corona in Bayern: Regeln für Weihnachten bekannt - Söder schließt Verschärfung für Silvester nicht aus

Kontaktbeschränkungen: Für private Kontakte gilt dieselbe Regel, wie in der Bund-Länder-Vereinbarung vom Mittwoch: „Private Zusammenkünfte“ werden auf den eigenen und einen weiteren Haushalt begrenzt, jedoch in jedem Fall auf maximal fünf Personen, Kinder bis 14 Jahre ausgenommen. Bislang gilt in Bayern eine Beschränkung auf zwei Haushalte mit maximal zehn Personen, aber inklusive Kinder.

Weihnachten und Silvester: Familien und enge Freunde sollen zusammen Weihnachten und höchstwahrscheinlich auch Silvester feiern können. Denn vom 23. Dezember bis „längstens“ 1. Januar sollen Treffen „im engsten Familien- und Freundeskreis“ möglich sein, bis maximal zehn Personen insgesamt, Kinder bis 14 Jahre ausgenommen. Was aber heißt „längstens“? Ministerpräsident Söder schloss auf Nachfrage nicht aus, dass Silvester doch wieder schärfere Regelungen gelten könnten. „Mitte Dezember gibt es ein Update“, kündigte er an. „Da werden wir dann sehen, ob alles so bleibt - nach gegenwärtigem Stand würde ich sagen: Ja.“ Dies entspreche mehr der „Lebensrealität“ an Silvester selber. Auf Silvesterfeuerwerk soll verzichtet werden, und „auf belebten Plätzen und Straßen wird die Verwendung von Pyrotechnik untersagt“.

Corona-Lockdown verlängert: Diese Regeln gelten für Gastronomie und Kultur in Bayern

Gastronomie und Kultur: Freizeit- und Kultureinrichtungen aller Art sowie die Gastronomie müssen zunächst bis mindestens 20. Dezember geschlossen bleiben, wobei eine Verlängerung über den Jahreswechsel höchstwahrscheinlich ist, aber noch nicht rechtlich umgesetzt werden kann. „Die Staatsregierung geht davon aus, dass wegen des hohen Infektionsgeschehens umfassende Beschränkungen bis Anfang Januar (insbesondere im Bereich Gastronomie und Hotels) erforderlich sein werden“, hieß es am Donnerstag dazu im Kabinettsbeschluss. Veranstaltungen bleiben demnach untersagt, touristische Übernachtungsangebote verboten.

Corona-Lockdown in Bayern: Neue Regeln für Universitäten, Biblotheken und den Handel

Universitäten, Hochschulen und Bibliotheken: Neu ist: In Bayern müssen nun auch Bibliotheken und Archive (ausgenommen Hochschulbibliotheken) schließen, ebenso Volkshochschulen und vergleichbare Angebote (Ausnahme: digitale Angebote). Hochschulen und Universitäten sollen grundsätzlich auf digitale Lehre umstellen, mit Ausnahmen beispielsweise für Labortätigkeiten oder Prüfungen.

Handel: Dort gibt es nun zusätzliche Auflagen, was die maximale Kundenanzahl angeht. Außerdem gilt künftig auch vor Geschäften und auf Parkplätzen Maskenpflicht.

Neue Corona-Regeln in Bayern: Quarantänepflicht für Wintersportler und Ski-Urlauber

Skitourismus: Für Wintersportler und Tagestouristen, die - wenn auch nur kurz - in ein Corona-Risikogebiet im Ausland reisen, gelten strenge Regeln: Sie müssen in Bayern künftig verpflichtend in Quarantäne. Eine Ausnahmeregelung für Aufenthalte untere 24 Stunden soll nur noch beim Vorliegen triftiger Gründe gelten, insbesondere Arbeit, Schule, Arztbesuche, familiäre Angelegenheiten und Geschäfte des täglichen Bedarfs. Auch bei Tagesausflügen nur zum Skifahren greife kündigt die normale Quarantänepflicht, wie Ministerpräsident Markus Söder sagte. Diese und andere Verschärfungen sollen ab dem 1. Dezember gelten.

Michael Piazolo, Hubert Aiwanger, Markus Söder und Melanie Huml (von links nach rechts) erklären die Umsetzung der Corona-Beschlüss für den Freistaat.

Corona-Regeln in Bayern: Das gilt für Hotspots - unter anderem an Schulen

Schulen in Corona-Hotspots: In Landkreisen und Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 müssen Schulklassen ab Stufe acht vom 1. Dezember an in der Regel geteilt werden, sollten Mindestabstände nicht eingehalten werden können. Dann soll auf Wechsel- oder Hybridunterricht umgestellt werden. Ausnahmen sind Abschlussklassen und Förderschulen. Grundschulen und Kitas bleiben offen, auch bis zur siebten Klasse ändert sich nichts.

Weitere Auflagen in bayerischen Corona-Hotspots: In Regionen über der 200er-Marke müssen Musik- und Fahrschulen schließen. Außerdem soll es ein ganztägiges Alkoholverbot auf bestimmten öffentlichen Plätzen geben. Märkte und Wochenmärkte müssen schließen - ausgenommen der Lebensmittelverkauf. Nach Söders Angaben liegen - Stand Donnerstag (26. November) - 27 Kreise und kreisfreie Städte über dem 200er-Wert.

Corona in Bayern: Neue Regeln für Hotspots über der 300er Marke - Erleichterungen für niedrige Zahlen

Hotspots über der 300er-Marke: Für Städte und Kreise, die bei der Inzidenz sogar den Wert von 300 überschreiten, sollen die Behörden vor Ort laut Kabinettsbeschluss noch weitere strikte Auflagen und Beschränkungen erlassen können. Dazu gehören beispielsweise Ausgangsbeschränkungen sowie weitere Einschränkungen an Schulen.

Regionen mit niedrigen Corona-Zahlen: In Landkreisen und Städten mit einer Inzidenz „von deutlich unter 50 an sieben aufeinanderfolgenden Tagen und einer sinkenden Tendenz“ können die Behörden Erleichterungen der Infektionsschutzmaßnahmen zulassen.

Alle Nachrichten aus Bayern lesen Sie immer bei uns. (kam/dpa)

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa/dpa-Bildfunk

Kommentare