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„Die Betroffenen leiden“: 350.000 Long- und Post-Covid-Fälle in nur neun Monaten allein in Bayern

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Long Covid
Ein von einer Corona-Erkrankung genesener Patient bekommt in einer Lungentest-Kabine in einer Rehaklinik die Lungenfunktion gemessen. Long-Covid-Patienten leiden oftmals unter unter Atemnot, krankhafter Erschöpfung, Konzentrations-, Wortfindungs- und Gedächtnisstörungen. © Uwe Anspach/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Long-Covid-Betroffene leiden unter anderem an krankhafter Erschöpfung, Atmennot und Gedächtnisstörungen. In Bayern gibt es viele solcher Fälle.

München - Erkrankungen mit dem Coronavirus können schwerwiegende Folgen haben. Allein von Januar bis September 2022 erwischte es in Bayern 350.000 Menschen mit längerfristigen Symptomen.

Long Covid und Post Covid: 350.000 Betroffene in Bayern in neun Monaten

Wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek unter Beruferung auf Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung erklärte, wurden in Bayern in diesem Zeitraum 350.000 Fälle von Long-Covid oder Post-Covid gezählt. Im gesamten Jahr 2021 seien nur 150.000 Fälle bekanntgeworden, betonte der CSU-Minister am Rande eines Netzwerktreffens zur Versorgungsforschung für die Langzeit-Erkrankung.

„Die Betroffenen leiden unter krankhafter Erschöpfung, Atemnot, Konzentrations-, Wortfindungs- und Gedächtnisstörungen. Einfachste Alltagsaktivitäten wie Einkaufen, Spazieren gehen und Duschen fallen schwer“, so Holetschek. Es gehe um Symptome, die mehr als vier Wochen nach der Ansteckung weiterbestünden, sich verschlechterten oder neu aufträten. 

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Mit dem Netzwerktreffen sollen die Akteure zur Behandlung der Erkrankung näher zusammengebracht werden. Der Freistaat fördert mehrere Forschungsprojekte, unter anderem für Langzeit-Corona bei Kindern. Als eines der ersten Bundesländer habe Bayern fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt.  (kam/dpa)

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