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Schnee hier, milde Luft dort: Bayern-Wetter könnte nächste Woche unterschiedlicher kaum sein

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Von: Klaus-Maria Mehr

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Die kommende Woche verspricht Schnee bis ins höhere Flachland im Osten und milde Luft im Süden. Zwei Luftströmungen bestimmen sehr unterschiedliches Wetter in Bayern.

München – Langsam kommt in Bayern winterliches Wetter auf, allerdings nicht im ganzen Freistaat, sondern nur im Nordosten und im Osten des Landes. Denn hier kommt kalte Luft von einem Hoch über dem östlichen Mitteleuropa, das nun Verbindung zu einem weiteren Hoch über Nordwestrussland aufnimmt. In den Süden und Südwesten dagegen fließt mildere Luft von einem Tief aus südlicher Richtung ein.

Wetter-Zweiteilung in Bayern: Schneefallgrenze variiert um bis zu 500 Meter

Und so kommt es, dass die Schneefallgrenze kommende Woche in Bayern am selben Tag um bis zu 500 Höhenmeter variiert, je nachdem in welchem Landesteil man sich befindet. Niederbayern, Oberpfälzer und Oberfranken dürfen sich jedenfalls warm anziehen und sollten sich ohne Winterreifen auch nicht mehr auf die Straße wagen.

Schnee fällt im Osten Bayerns im Laufe der Woche. Im Süden dagegen bleibt es mild und schneefrei.
Schnee fällt im Osten Bayerns im Laufe der Woche. Im Süden dagegen bleibt es mild und schneefrei. © Krause/Imago

Denn in den östlichen Landesteilen fällt die Schneefallgrenze schon in der Nacht auf Dienstag auf 500 Meter, prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD). Am Dienstag dann liegt die Schneefallgrenze laut DWD im Südwesten bei 1000 Metern und im Osten bei rund 500 Metern. In der Nacht auf Mittwoch fällt dann Schnee bis ins Flachland.

Geteiltes Bayern-Wetter: 8 Grad am Bodensee, Schnee in Ostbayern

Auch bei den Temperaturen zeigt sich die krasse Zweiteilung des Landes. Bereits am Montag klettert das Thermometer in den Tälern von Oberpfälzer Wald und Fichtelgebirge nicht über 1 Grad, am Bodensee und im Spessart sind bis zu 8 Grad möglich. Im Osten fallen dieselben bereits in der Nacht auf Montag auf minus zwei Grad, während im Südwesten auch nachts noch vergleichsweise milde plus vier Grad herrschen sollen. Tagsüber schwanken die Temperaturen zwischen sieben Grad im Südwesten und maximal einem Grad im Osten.

Dass bereits am Sonntag durch das vorherrschende Hochdruckwetter die Sonne nur den absoluten Süden Bayerns ab München beglückte und der Rest im dicht wabernden Hochnebel steckte, macht die Sache nicht besser.

Wetter in Bayern: Überall wird es richtig ungemütlich

Einen kleinen Trost gibt es allerdings für alle Ostbayern: Ungemütlich wird es überall im Freistaat. Bereits am Montag ziehen überall im Freistaat dichte Wolken auf und es gibt immer wieder Regen und Wind. Die gefühlte Temperatur, die sich unter anderem aus Wind und Feuchtigkeit errechnet, fällt überall in Bayern zum Ende der Woche unter den Gefrierpunkt.

Und möglicherweise ist es ja sogar angenehmer, diese Wetterlage bei leichtem Schnee und echten minus zwei Grad zu ertragen, als bei Nieselregen und gefühltem Bibberwetter.

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