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Bergungsversuche auf der Donau.

Luxusyacht auf der Jungfernfahrt versenkt

Deggendorf - Nur 100 Kilometer weit ist am Mittwochnachmittag eine nagelneue Luxusyacht bei ihrer Jungfernfahrt auf der Donau gekommen - dann geriet das Boot aus der Fahrrinne. Die Yacht lief voll Wasser.

Ein 58-jähriger Este sollte die 25 Tonnen schwere "Valentina" auf der Donau aus der Regensburger Werft zu seinem russischen Besitzer nach Montenegro überführen. Allerdings kam der Mann dabei nicht sehr weit: zwischen Deggendorf und Niederalteich hatte er Probleme mit den beiden 800 PS starken Maschinen des Bootes.

Bilder von den Bergungsversuchen auf der Donau

Luxusyacht auf Jungfernfahrt versenkt

Er geriet dabei aus der Fahrrinne und zu nahe ans linke Ufer. Bei einer ersten Kollision mit rund 10 Knoten Fahrt an einer Buhne (zur Information: Eine Buhne ist ein im rechten Winkel zum Strandverlauf in das Meer oder an das Ufer eines Flusses errichtetes Bauwerk, das dem Küstenschutz bzw. dem Flussausbau dient) wurde die linke Schraube abgerissen - der Maschinenraum lief voll Wasser. Aus diesem Grund schaltete er auch die zweite Maschine ab. Die "Valentina" lief danach noch auf eine zweite Buhne auf.

Glück für die nagelneue Yacht: Durch das Auflaufen an der zweiten Buhne und die geringe Wassertiefe an der Unfallstelle wurde ein unweigerliches und vollständiges Sinken verhindert. Ein wenig später vorbeifahrendes Fahrgastschiff, die "Agnes Bernauer" bemerkte die Havarie der Yacht und alarmierte Wasserschutzpolizei und das Wasser- und Schifffahrtsamt sowie die Feuerwehr.

Um ein mögliches Kentern des leck geschlagenen Schiffes zu verhindern, sicherte das Wasser- und Schifffahrtsamt den Havaristen zunächst mit einem Tonnenleger. Die Feuerwehr Deggendorf pumpte aus der Yacht rund 3.000 Liter Diesel ab, um eine Verunreinigung der Donau zu verhindern. Der Versuch der Feuerwehr, durch Abpumpen des eingedrungenen Wassers die "Valentina" wieder zum Schwimmen zu bringen, misslang.

Die Bergungsarbeiten dauerten bis gegen 23 Uhr, um 22.00 Uhr konnte das Schiff mit dem Schubboot "Isar" zunächst frei geschleppt werden, eingesetzte Tauchpumpen verhinderten dabei ein weiteres Absinken. Letztlich gelang es, die "Valentina" an die "Isar" anzukoppeln und in den Hafen Deggendorf zu schleppen. Dort wurde sie dann mit einem Autokran aus dem für sie so kurzen "Wasserleben" herausgehoben.

Der entstandene Schaden wird von der Deggendorfer Wasserschutzpolizei auf mehrere hunderttausend Euro beziffert. Der Vollständigkeit halber muss noch angeführt werden, dass der 58-jährige Schiffsführer nicht im Besitz des für die Donau zwischen Straubing und Vilshofen erforderlichen Streckenkundenachweises war und deshalb auch von der Polizei ermittelt wird.

mm

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