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Ran an die Uhr: Am Wochenende ist es wieder so weit – in der Nacht von Samstag auf Sonntag wird umgestellt.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag

Zeitumstellung: Das macht sie mit dem Körper

München - Im Freistaat gehen die Uhren anders, aber sie müssen trotzdem umgestellt werden. Aber die CSU hat was dagegen. Was man noch über die Umstellung wissen muss, lesen Sie hier.

Update vom 2. März 2017: Die Uhren werden Ende März wieder von Winterzeit auf Sommerzeit umgestellt. Aber wird die Uhr im Frühjahr vor- oder zurückgestellt? Wir haben wieder die wichtigsten Fakten zusammengefasst, die Sie zur ersten Zeitumstellung 2017 auf die Sommerzeit kennen sollten.

Update vom 11. Oktober 2016: Die Uhren werden wieder von Sommerzeit auf Winterzeit umgestellt. Wird die Uhr vor- oder zurückgestellt? Wir haben bereits zusammengefasst, was Sie zur zweiten Zeitumstellung 2016 auf die Winterzeit wissen müssen.

Update vom 26. März 2015: Am Sonntag ist es wieder soweit: Die Uhren werden vorgestellt. Viele Menschen erleben nach der Zeitumstellung einen Mini-Jetlag und brauchen ein paar Tage, bis sich der Körper an die neuen Zeiten gewöhnt hat. Was Sie machen können, um sich langsam auf die Zeitumstellung von der Winter- in die Sommerzeit einzustellen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Diese verflixte Uhr, muss man sie jetzt in der Nacht zum Sonntag vor- oder zurückstellen? Immer das Gleiche. Wenn Zeitumstellung, dann Verzweiflung. Mancherorts zumindest. Aber wer ein paar schlaue Merksprüche in der Tasche hat, der braucht den Rest seines Lebens nicht mehr überlegen. Legen wir los: „Zeitumstellung funktioniert wie das Thermometer – im Frühjahr plus im Winter minus“. Klingt logisch, oder?

Aber auch der Spruch ist gut: „Im Winter gibt es Winterschlaf“. Heißt: Man kann eine Stunde länger schlafen, weil die Uhren Sonntagnacht natürlich zurückstellt werden.

Noch ein letzter: „Bei der Zeitumstellung ist es wie mit den Gartenmöbeln.“ Im Frühjahr vor die Türe, im Herbst zurück in den Keller.

Okay, schnell auswendig lernen, dann kann nichts mehr passieren. Aber passieren tut bei dieser halbjährlichen Zeitumstellerei halt doch immer was: Im April diesen Jahres hat CSU-Chef Horst Seehofer eine für acht Uhr angesetzte Telefonkonferenz verpasst, weil er seinen Wecker offenbar nicht auf Sommerzeit umgestellt hat. Am anderen Ende der Leitung wartete und wartete Kanzlerin Angela Merkel. Aber nicht lange. 8.07 Uhr war Seehofer dann auch in der Leitung.

Den Bayern wäre die Sommerzeit als Standard lieber

Der Mensch hat es schon schwer mit der Zeitumstellung. Aber auch Computer sind alles andere als umstellungssicher. In Niedersachsen standen zwei Dutzend Finanzbeamte vor einiger Zeit vor den verschlossenen, elektronisch gesicherten Türen ihres Amtes – der Computer hatte bei der Zeitumstellung was durcheinandergebracht. Einmal hat sogar der Weckdienst der Telekom die Zeitumstellung verschnarcht. Oweia.

Nun ja, über Zeit wird ja sowieso viel geredet. Manchmal fliegt sie und wenn es ganz prima läuft, dann heilt sie sogar Wunden. Aber umstellen? Viele Bayern finden das doof. In einer Forsa-Umfrage sprachen sich 69 Prozent der Befragten im Freistaat dagegen aus. Als Gründe für die Abneigung nennt jeder Fünfte gesundheitliche Probleme wie Schlafstörungen oder depressive Stimmungsumschwünge. Frauen sind davon mit 25 Prozent häufiger betroffen als Männer (15 Prozent). Falls es wirklich zu einer Abschaffung der Zeitumstellung käme, wäre den Bayern mit einer Mehrheit von 59 Prozent die Sommerzeit als Standard lieber.

Aber richtig am Herzen liegt das Thema den Bayern wohl doch nicht. Die Unterschriftenaktion der Oberbayern-CSU gegen die Zeitumstellung war kein Publikumsrenner. Seit dem Start der Initiative von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner im Frühjahr haben lediglich 2200 Bürger für die Abschaffung der Zeitumstellung unterschrieben.

Auf politischer Ebene wird sich hier in nächster Zeit sowieso nicht viel tun. Für die Bundesregierung sei eine Abschaffung derzeit kein Thema, sagte ihr Sprecher Steffen Seibert. Für ein Ende der Umstellung bräuchte man eine Einigung aller 28 EU-Staaten, die „im Moment nicht in Aussicht“ stehe. Was heißt das für uns? Nichts Schlechtes jedenfalls. Am Sonntag soll es sehr schön werden. Wie wär’s mit einem letzten Biergartenbesuch? Mal so richtig die Zeit vergessen – klingt sehr verlockend.

sts

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