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Drei sorgenvolle Mienen in München (v.l.): Beckstein, Huber, Seehofer

Machtkampf in der CSU

In der CSU geht die Suche nach einem Nachfolger für Ministerpräsident Günther Beckstein weiter. Ein Generationenwechsel scheint ausgeschlossen.

In Bayern geht der CSU- Machtkampf in die nächste Runde. Jetzt geben Erwin Huber und Günther Beckstein Edmund Stoiber die Schuld an ihrer Niederlage.

Er hätte sich deutlicher abgrenzen sollen von Stoiber, sagte Günther Beckstein, und das eigene Profil schärfen. Das gute Wahlergebnis von 2003 machte das Regieren schwierig, erklärte der zurückgetretene Partei-Chef Erwin Huber. Die Analysen werden noch einige Tage weitergehen.

Dabei beginnen heute bereits die Koalitionsverhandlungen mit der FDP und bis nächste Woche soll entschieden sein, wer Becksteins Erbe als Ministerpräsident antritt. Kandidaten gibt es mehrere, vier um genau zu sein: Bundesminster Seehofer, Bayerns Innenminister Hermann, Fraktionschef Schmid und Kunstminister Goppel. FAZ.net stellt in einer Bild-Reportage die mächtigen Köpfe in Bayernvor. Dass Horst Seehofer Nachfolger von Erwin Huber wird, scheint sicher. Eine Anekdote zum Schmunzeln über Seehofer, die während der Franktionssitzung entstand, beschreibt Spiegel Online.

Hintergrund

Nach dem Wahldebakel am vergangenen Sonntag bemüht sich die Partei um Geschlossenheit. Erwin Huber und Günther Beckstein mussten zurücktreten, weil ihnen der Rückhalt in der Partei fehlte.

Einen Generationenwechsel wird es vermutlich nicht geben, denn die möglichen Kandidaten für deren Nachfolge stammen nicht aus dem Parteinachwuchs, sondern sind alte Hasen. Markus Söder, Generalsekretär unter Edmund Stoiber und derzeit bayerischer Europaminister, beispielsweise könnte einen Generationenwechsel bedeuten. Er betonte gestern Abend im heute Journalauf ZDF aber, dass er seinen Beitrag leisten, jedoch nicht kandidieren wolle. FAZ.net beschreibt in "Auf dem neuen unerforschten CSU-Kontinent" die Neuordnung der Partei.

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