Sexualmord

Mädchen missbraucht und getötet: Prozess im Januar

Ingolstadt - Das Verbrechen hat alle geschockt: Ein 26-Jähriger soll ein zwölfjähriges Mädchen missbraucht und getötet haben. Im Januar beginnt der Prozess gegen ihn.

Knapp ein Jahr nach dem Sexualmord an einer Zwölfjährigen im oberbayerischen Neuburg an der Donau beginnt im Januar der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Das Landgericht Ingolstadt hat die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen. Prozessbeginn wird am 19. Januar 2015 sein.

Der zur Tatzeit 26 Jahre alte Beschuldigte soll das Mädchen am 15. Februar entführt, sexuell missbraucht und ermordet haben.

Besonders tragisch: Vor ihrer Entführung hatte Franziska einer Freundin in einer SMS geschrieben, dass ein grünes Auto ihrem Fahrrad auffällig folge. Die Kripo nimmt an, dass der Täter sein Opfer zu dem Zeitpunkt bereits im Visier hatte.

Dem Hinweis in der SMS wurde aber fatalerweise nicht nachgegangen. Die Eltern meldeten ihr Kind erst tags darauf als vermisst. Sie hatten angenommen, Franziska übernachte nach dem Besuch eines Spielplatzes bei einer Freundin. Einen Tag nach dem Mord fanden Angler die Leiche des Mädchens in dem Weiher treibend.

Angeklagter wegen Sexualdelikte vorbestraft

Der Angeklagte muss sich außerdem wegen der Vergewaltigung einer Bekannten im Jahr 2013 und wegen des sexuellen Missbrauchs einer 13-Jährigen im Januar 2014 verantworten.

Die Staatsanwaltschaft hatte Anklage wegen Mordes gegen den Mann erhoben. Nach den Ermittlungen kannte der mutmaßliche Täter Franziska nicht. Er stammt ebenfalls aus dem Landkreis Eichstätt. Nach Polizeiangaben ist er wegen Sexual- und Gewaltdelikten vorbestraft und saß schon im Gefängnis. Nach dem Mord an Franziska hatte er sich auf der Flucht eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert, ehe er nahe Donauwörth gefasst wurde. Bei seiner Vernehmung soll der 26-Jährige die Tat gestanden haben.

Das Schwurgericht hat vorerst 18 Verhandlungstage angesetzt, an denen 102 Zeugen und 18 Sachverständige vernommen werden sollen. Mit einem Urteil ist Ende April 2015 zu rechnen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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