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Sextäter von Töging: Gefängnis für immer

Töging - Matthias A. bleibt wahrscheinlich für immer weggesperrt. Er hatte ein Mädchen vergewaltigt und versucht zu ermorden.

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Das Gutachten über diesen Mann – es jagt einem einen Schauer über den Rücken. Psychologen bezeichnen Matthias A. als „sexuellen Sadist“. Er liebt es, Menschen – bevorzugt Frauen – zu quälen. Die Angst seiner Opfer erregt ihn, gibt ihm das Gefühl von Macht – und macht den 41-Jährigen so zu einem „bedrohlichen Hangtäter“. Immerhin: So schnell wird der Mann mit dem irren Blick niemanden mehr quälen.

Bilder vom Tatort 

Bilder: Bluttat in Töging

Am Mittwoch entschied das Gericht in Traunstein: Das Sex-Monster muss für 13 Jahre ins Gefängnis – mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Heißt in anderen Worten: Er kommt auf absehbare Zeit nicht wieder frei. Zuletzt vergriff sich Matthias A. am 21. Juli 2009 in Töging (Landkreis Mühldorf) an der Schülerin Carmen K. (16). Der Triebtäter überfiel sie, verletzte sie mit 27 Messerstichen lebensgefährlich und übergoss das junge Mädchen mit Brandbeschleuniger.

Es grenzt an ein Wunder, dass Carmen überhaupt überlebte. Ein Blick in die Seele dieses Menschen, es ist wie ein Blick in die Hölle. Die grausame Tat von Töging – für Matthias A. blieb sie unvollendet. Der Höhepunkt seiner präzise geplanten Tat sollte der Tod des Mädchens sein. Es geht „um die Tötung als Steigerung, früher Lustmord genannt“ – das sagte der psychiatrische Sachverständige, Professor Dr. Michael Osterheider von der Universität Regensburg, vor Gericht. Der Gutachter sprach von einer „sexuellen Normabweichung“, schloss eine Persönlichkeitsstörung jedoch aus. Somit ist Matthias A. voll schuldfähig.

Doch der Psychiater warnte eindringlich vor ihm. Eine Wiederholungstat sei wahrscheinlich. Der 41-Jährige gilt als dissozial und psychopathisch. Bereits mit 13 Jahren fiel er in einem Heim erstmals mit sexuell-sadistischen Tendenzen auf. 1991 wurde er das erste Mal wegen einer Sexualtat gegen zwei Joggerinnen verurteilt. Während eines Freigangs im Jahr 2001 überfiel er eine Radlerin. Laut Psychiater suchte der Angeklagte die Opfer immer zufällig aus: „Ihre Identität war ihm egal.“ Die Tatorte waren abgelegen, die Angriffe überraschend. All dies sei typisch für sexuellen Sadismus. Ziel des Täters sei nicht der Geschlechtsverkehr, sondern das Ausüben von Macht.

Zur Vielzahl der Stiche sagte der Gutachter: „Das Opfer sollte Schmerzen haben. Das ist ein Kernelement einer sexuell-sadistischen Störung.“ Zum Motiv sagte Professor Dr. Osterheider: „Ein Sexualsadist will in einem sadistischen Szenario ein Opfer bekommen, das er quälen und erniedrigen kann, das Schmerzen haben soll.“ Der Psychiater war sich sicher: Matthias A. hatte vor, Carmen K. zu töten. Dass er das Mädchen nicht anzündete, lag daran, dass er bereits glaubte, sie sei tot. Für Carmen K. die Rettung! Darf so eine Bestie jemals wieder unter Menschen gelassen werden? Fest steht: „Eine Heilung ist nicht möglich“, sagte Professor Osterheider gestern. Matthias A. wird also immer gefährlich bleiben ...

KD/AW

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