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In vielen niederbayerischen Regionen gibt es einen Männer-Überschuss.

Überraschende Zahlen

Extremer Männerüberschuss in Niederbayern - haben auch Münchnerinnen freie Auswahl?

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Chinesische Verhältnisse in Niederbayern? Im Regierungsbezirk sorgt ein Überschuss an Männern für Frust. Warum es dort an Frauen mangelt - und wie es dagegen in Oberbayern aussieht.

München/Oberbayern - In Niederbayern herrschen chinesische Verhältnisse - zumindest, was den Bevölkerungsanteil an Männern betrifft. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, gibt in vielen Teilen des Regierungsbezirks einen wahren Männerüberschuss.

Den Zahlen des Landesamtes für Statistik zufolge kommen dort auf 100 Frauen zwischen 20 und 44 Jahren durchschnittlich 110 Männer - in einzelnen Regionen Niederbayerns ist der Unterschied sogar noch größer. Spitzenreiter ist der Landkreis Dingolfing-Landau: Hier sind es sogar 123 Männer bei 100 Frauen.

Zahlen sind besorgniserregend

Der Passauer Soziologe Thorsten Benkel findet diese Zahlen besorgniserregend: "Bei 120 zu 100 sind das fast chinesische Verhältnisse." Für ihn sei die Volksrepublik mit ihrer Ein-Kind-Politik in diesem Zusammenhang ein beunruhigendes Beispiel - dort gibt es rund 34 Millionen Männer zu viel.

Doch woran liegt es, dass es in Niederbayern anscheinend an Frauen mangelt? Anders als in China ist hier natürlich nicht der Wunsch der Eltern nach männlichem Nachwuchs schuld. Bei der Geburt ist das Verhältnis zwischen Mädchen und Buben noch ausgeglichen - erst bei den jungen Erwachsenen klafft die Schere zunehmend auseinander.

Das sind die Gründe für den Männerüberschuss

Laut dem BR sind die Gründe vielfältig - zum einen würden niederbayerische Männer viel länger im Elternhaus leben als ihre weiblichen Altersgenossen.

Die Männer sind zudem weniger mobil als die Niederbayerinnen, die oft wegen fehlenden Berufsaussichten in größere Städte ziehen. Die Region ist stark industriell, handwerklich und landwirtschaftlich geprägt - Jobs für gut ausgebildete Frauen sind dagegen rar.

Immer mehr Frauen in Deutschland arbeiten - das hat die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch zum Weltfrauentag mitgeteilt. 

Wie Benkel erklärt, könnte der Überschuss an Geschlechtsgenossen viele Männer frustrieren. Frauen würden sich ihren Partner viel bewusster aussuchen können, was zu Konkurrenzkämpfen zwischen männlichen Singles führen wurde. „Das wissen die Frauen ja teilweise nicht, wie das Geschlechter-Verhältnis ist. Aber man merkt einfach, dass man als Frau begehrter ist“, so der Soziologe.

Das ist Frauen und Männern bei der Partnerwahl besonders wichtig.

So sieht es in München und Oberbayern aus 

Frustrierte Männer und Frauen, die aus beruflichen Gründen wegziehen - ist das auch in Oberbayern ein Problem? Wie die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, ist ein Männerüberschuss hier kein Thema. Die Bevölkerung im Regierungsbezirk besteht zu etwa 49 Prozent aus Männern - auf 100 Frauen kommen beinahe 100 männliche Einwohner. 

In der Landeshauptstadt dominiert das weibliche Geschlecht sogar leicht: Hier kommen auf 100 Männer etwa 102 Frauen. Auf die Partnersuche scheint sich dieses Gleichgewicht dennoch nicht positiv auszuwirken: Wie tz.de* berichtet, ist München die Singlehauptstadt

Weltfrauentag: Darum wird aus Rossmann Rossfrau. 

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

nema 

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