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Die Hopfenbauern rechnen mit Einbußen von mindestens 23 Prozent.

Bauern klagen

Schlechteste Hopfenernte seit Jahrzehnten

Wolnzach - Die deutschen Hopfenanbauer klagen über die schlechteste Ernte seit Jahrzehnten - dennoch müsse man sich keine Sorgen um die Qualität des Bieres machen.

Das Wetter bringt den deutschen Hopfenanbauern in diesem Jahr die schlechteste Ernte seit Jahrzehnten ein. Die Pflanzer rechnen allein im größten deutschen Anbaugebiet, der Hallertau, mit Einbußen von mindestens 23 Prozent. Die Lager seien aber noch von den Vorjahren gut gefüllt und die Biertrinker müssten sich keine Sorgen über Versorgungsengpässe oder Qualität machen, sagte der Präsident der deutschen Hopfenpflanzer, Johann Pichlmaier, am Montag in Wolnzach.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) betonte bei der traditionellen Hopfenrundfahrt zudem, dass den Erzeugergemeinschaften auch weiterhin Beihilfen der EU in Höhe von 2,3 Millionen Euro zugesichert wurden. „Wir haben bei der Agrarreform die Grundlage für eine sichere Zukunft des Hopfenanbaus und der Hopfenwirtschaft gelegt.“

Sorge bereitet den Hopfenbauern jedoch, dass für die Alphasäure, die für die Bierproduktion wichtig ist, schlechtere Werte prognostiziert werden. In den kommenden Jahren könnte dies ein Preisanstieg für den Hopfen bedeuten, sagte Pichlmaier. Die langanhaltende Kälte im Winter, die starken Regenfälle im Frühjahr sowie die folgende Hitze im Juli hatten die Aussichten bei der Hopfenernte 2013 geschmälert. Zudem zerstörte Hagelschlag etwa 45 000 Zentner.

dpa

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