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Ein Maibaum erhebt sich (schon am Sonntag) in Farchant.

Brauchtum zum 1. Mai

Maibaumaufstellen 2018 in der Region - die schönsten Bilder

Der Maibaum gehört zu Bayern wie Tracht und Biergarten. Alles was Sie über die Maibaum-Tradition wissen müssen und die schönsten Bilder aus Ihrer Region vom 1. Mai 2018, finden Sie bei uns.

München - Der Maibaum wird gefällt, bewacht, gestohlen, ausgelöst, aufgestellt, geschmückt und natürlich gefeiert: Am 1. Mai steht die Tradition des Maibaumaufstellens im Mittelpunkt des Lebens vieler Menschen und Gemeinden in Bayern. Ein lebendiges Brauchtum, das Jung und Alt gleichermaßen begeistert und viele Gesichter hat. 

Die Tradition schreibt viele Geschichten: Kuriose, wie die Debatte um den Text auf einer Tafel am Murnauer Maibaum, witzige, wie der Diebstahl des Maibaums am Viktualienmarkt und manchmal leider auch traurige Geschichten. Der Wirt des Augustiner-Kellers hat den Maibaum-Dieben dieses Jahr eine besonders fiese Falle gestellt, der Plan ging voll auf!

Hier finden Sie am Dienstag die schönsten Bilder der Maifeiern 2018 aus Ihrer Region

Alle Infos rund um das Phänomen Maibaum gibt‘s weiter unten. Hier finden Sie die schönsten Bilder der Maifeiern 2018 aus Ihrer Region.

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Was ist ein Maibaum überhaupt?

Die Art und Gestaltung von Maibäumen fällt, je nach Region, unterschiedlich aus. Oft haben einzelne Ortschaften eigene Bräuche beim Maibaum. Der Stamm eines Maibaums sollte möglichst gerade gewachsen sein und mindestens 30 Meter hoch sein. Äste und Rinde werden vom Baum entfernt und anschließend wird der Stamm reich verziert. Birken sind als Maibaum besonders beliebt. 

Das Gewicht hängt natürlich von der Größe des Baumes ab. In Eicherloh, in der Gemeinde Finsing im Landkreis Erding, wurde im Jahr 2009 ein echter Rekordbaum aufgestellt: Der Maibaum war stolze 50,50 Meter hoch und hatte ein Gewicht von gut 14 Tonnen. 

Auf dem Land wird der Maibaum meist noch mit purer Muskelkraft aufgestellt.

Geschmückt wird ein Maibaum mit bunten Bändern, Tannengrün, Kränzen und Krepp-Papier. Auf am Baum befestigten Querbalken sind meist Wappen, Handwerkszeichen und geschnitzte Figuren zu sehen. In Bayern wird der Baum zudem mit den bayerischen Rauten verziert beziehungsweise weiß und blau gestrichen. Jedes Dorf hat einen festen Platz für seinen Maibaum, meist in Form einer Grube.

Das Aufstellen des Maibaums

Das Aufstellen des Maibaums wird mit einem Maibaumfest gefeiert, meistens findet das Fest am 30. April oder am 1. Mai statt. In Bayern wird das Maibaumfest in der Regel am 1. Mai gefeiert. Vor dem Aufstellen wird der Maibaum in einer Prozession durch das Dorf getragen und oft von einer Musikkapelle begleitet. Das Aufstellen erfolgt auf dem Land mit Muskelkraft, in Städten wird der Maibaum wegen der erhöhten Unfallgefahr mithilfe von Maschinen wie einem Kran aufgestellt. Oft dauert es mehrere Stunden, bis ein Maibaum steht; vor allem wenn, wie es die Tradition wünscht, nur Muskelkraft zum Aufstellen des Baumes verwendet wird. Aufgestellt wird der Maibaum meistens von den Burschen- oder Trachtenvereinen.

Der höchstgelegene Maibaum in Bayern steht auf der Zugspitze in 2600 Metern Höhe.

Der Maibaum bleibt bis zum Monatsende stehen, manchmal auch bis in den Herbst - je nach der örtlichen Tradition. Der Schmuck wird entfernt und der Stamm eingelagert für das nächste Maibaumfest. Der Maibaum kann aber auch zersägt werden, die Überreste werden dann als Brennholz versteigert oder auch verlost.

In Bayern bleibt der Maibaum aber oft auch das ganze Jahr stehen. In Oberbayern wird ein Maibaum meist nur alle zwei bis fünf Jahre aufgestellt. Aus Sicherheitsgründen darf der Baum aber nicht länger als fünf Jahre stehen bleiben. Nach einem Jahr muss ein Experte den Baum kontrollieren.

Wie ein Maibaum aufgestellt wird, sehen Sie in diesem Video:

Woher kommt die Maibaum-Tradition?

Woher die Tradition des Maibaums kommt, ist nicht geklärt. Vermutlich geht die Tradition auf germanische Riten zurück. Die Germanen sollen mit den Bäumen ihre Waldgottheiten verehrt haben. Die Maibaum-Tradition ist allerdings weit verbreitet und eine gemeinsame Herkunft ist fraglich. Sicher ist nur, dass mit dem Aufstellen des Maibaums der Frühlingsanfang und das damit verbundene Erwachen der Tiere und Pflanzen gefeiert wird. Für die Menschen beginnt eine angenehme und gesegnete Zeit, der Maibaum steht für Fruchtbarkeit und Frühling.

Das Maifest wird in ganz Europa gefeiert, wie hier in Glastonbury in Großbritannien.

In Bayern ist das Maibaumfest tief verwurzelt und fester Bestandteil der bayerischen Kultur und des bayerischen Selbstverständnisses. Die Tradition des Maibaums gibt es in Bayern schon mindestens seit dem 13. Jahrhundert, wahrscheinlich noch länger. Seit dem 19. Jahrhundert ist der Maibaum im Freistaat weit verbreitet und Ausdruck des Selbstbewusstseins der Städte und Gemeinden.

Maibaum-Stehlen: Die goldenen Regeln

Das Maibaum-Stehlen ist in Bayern eine sehr beliebte und lebendige Tradition. Den örtlichen Burschenvereinen kommt die Aufgabe zu, den Maibaum zu bewachen oder auch den Baum der Nachbargemeinden zu stehlen. Dabei steht aber der Spaß im Vordergrund, die Gemeinden und Vereine pflegen trotz - oder vielleicht gerade durch - Maibaumdiebstahl ein herzliches Verhältnis: Das Auslösen eines Maibaums wird immer zusammen mit viel Bier und leckerer Brotzeit gefeiert. Dennoch gibt es einige ungeschriebene Regeln, die Bewacher und Diebe beherzigen sollten:

  • Ein Maibaum darf niemals aus dem Wald gestohlen werden.
  • Der Maibaum gilt erst dann als gestohlen, wenn er über der Ortsgrenze der Bestohlenen ist.
  • Der Diebstahl ist gescheitert, wenn ein Ortsansässiger die Hand auf den Maibaum legt.
  • Der Maibaumschmuck selbst ist tabu.
  • Der Maibaum darf nicht zersägt oder anderweitig beschädigt werden.
  • Maibaumklau ist Tradition: Die Polizei wird nicht verständigt, juristische Streitigkeiten sind tabu.
  • War der Diebstahl erfolgreich, muss der Baum angemessen ausgelöst werden; am besten mit viel Bier und einer deftigen Brotzeit.
  • Die Auslöse wird gemeinsam von Dieben und Besitzern gefeiert.
  • Ein gestohlener Maibaum darf von Dritten wieder geklaut werden.
  • Gewalt ist beim Maibaumklau absolut tabu.
  • Wird der gestohlene Maibaum nicht ausgelöst, können die Diebe ihn als „Schandbaum“ aufstellen.
  • Ein aufgestellter Baum darf nicht mehr entwendet werden.

Fotostrecke: Die Goldenen Regeln beim Maibaum-Stehlen

Der spektakulärste Maibaum-Klau ereignete sich 2009 auf der Zugspitze. Eine Gruppe Rentner hatte den Baum mit einem Hubschrauber abtransportiert.

Was sagen Sie zu den ganzen verfrühten Maifeiern in der Region? Darf man das? Oder ist das dann ein Aprilbaum? Teilen Sie uns Ihre Meinung auch auf Facebook mit!

Maibaum 2018: Wir veröffentlichen Ihre Bilder!

Welche Gemeinde hat den schönsten Maibaum? Wir möchten die Vielfältigkeit und Orginalität dieses Brauches aufzeigen. Dafür benötigen wir Ihre Hilfe: Schicken Sie uns Ihre Maibaum-Bilder! Wir veröffentlichen alle Bilder vom Aufstellen und Feiern aus Ihrer Gemeinde. Schreiben Sie dazu, wo das Bild aufgenommen wurde und schicken Sie uns Ihre Bilder an info@merkur.de

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