Wirtschaftsministerium teilt mit

Maibaumdiebe dürfen legal auf die Straßen

München - Gute Nachrichten für Maibaumdiebe: Wer einen gestohlenen Maibaum abtransportieren will, darf dazu mit seinem Traktor ganz legal auf öffentlichen Straßen fahren.

Schleichwege sind somit offensichtlich nicht notwendig. Dies hat eine Recherche der SPD-Landtagsfraktion im Wirtschaftsministerium ergeben. Der Parlamentarische Geschäftsführer Harald Güller wollte im Rahmen einer Anfrage wissen, ob zum Abtransport eines gestohlenen Maibaums „ein landwirtschaftliches Fahrzeug mit grünem Kennzeichen“ verwendet werden darf und ob damit auch öffentliche Straßen benutzt werden dürfen, sofern der Maibaum ordentlich festgezurrt ist.

Die Antwort des Wirtschaftsministeriums fällt erfreulich für die Diebe aus - und dementsprechend sehr beunruhigend für Maibaumbesitzer: „Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie legt den Brauchtumsbegriff grundsätzlich weit aus, um Brauchtumsveranstaltungen zu erhalten“, heißt es in dem Schreiben. „Demzufolge hält das StMWIVT die geschilderten Fahrten auch auf öffentlichen Straßen für zulässig, sofern die zulässigen Abmessungen, Achslasten und Gesamtgewichte eingehalten werden und die Ladung ausreichend gesichert ist.“

Die goldenen Regeln beim Maibaum-Stehlen

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Nicht eigens erwähnt wird in der Antwort, dass sich die weite Auslegung des Brauchtumsbegriffs mutmaßlich nicht auf Fahrerlaubnis und Promillegrenze bezieht. Wer einen Maibaum abtransportiert, sollte trotzdem einen Führerschein besitzen und nicht betrunken sein. Ungeklärt ist, ob SPD-Mann Güller selbst einen Maibaum stehlen will.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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