Main-Donau-Kanal: Schiff rammt Schleusenwand

Hausen/Nürnberg - Auf dem Main-Donau-Kanal hat ein Passagierschiff die Schleuse Hausen (Landkreis Forchheim) gerammt. Sieben Menschen wurden verletzt. Schuld war die Technik.

Ein technischer Defekt in der Motor-und Steuerungselektronik hat nach Erkenntnissen von Gutachtern zum Unfall eines Passagierschiffes auf dem Main-Donau-Kanal geführt.

Menschliches Versagen sei "nahezu auszuschließen", teilte die Wasserschutzpolizei am Montag in Nürnberg mit. Mehrere Gutachter hätten das Fahrgastschiff vor Ort untersucht.

Das Schiff war in der Nacht zum Sonntag in der Schleuse mit dem Bug an der Schleusenkammer hängengeblieben und hatte sich verklemmt. Dabei hatten sich 7 der 161 Passagiere verletzt; ein 67-jähriger Mann stürzte vom Oberdeck ins Wasser und zog sich Rippenbrüche zu. Er wurde mit den anderen Verletzten ins Krankenhaus gebracht.

Das Schiff befand sich auf einer Flusskreuzfahrt von Amsterdam nach Budapest. Es konnte nach dem Unfall aus der Schleusenkammer manövriert werden. Die Passagiere nahmen laut Polizei am Sonntag an einer ohnehin geplanten Stadtrundfahrt in Nürnberg teil und wurden in einem Hotel untergebracht.

Derzeit werde geprüft, wie und wo das Schiff wieder instand gesetzt werden könne. Die Schleuse Hausen sei weiterhin funktionstüchtig. Nach ersten Schätzungen entstand an dem Bauwerk ein Sachschaden von ungefähr 20 000 Euro. Der Sachschaden an dem Schiff dürfte hingegen im Bereich von rund einer Million Euro liegen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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