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Bayerische Bierprinzessinnen: (von links) Marlene Speck (Starnberg), Isabella Wagner (Horgau/Schwaben), Stephanie Kleesattel (Unterweikertshofen/Kreis Dachau), Theresa Priller (Erharting/Kreis Mühldorf), Katharina Walter (Miltenberg/Unterfranken), Julie Decher (Erlangen), Jennifer Rausch (Regensburg) möchten Bayern als Bierkönigin repräsentieren.

Wahl der Königin

Majestät des Bieres gesucht

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München – Es geht um die Wurst. Oder besser gesagt ums Bier. Und um die Königsehre. Der Bayerische Brauerbund sucht eine neue Bierkönigin. Die Kandidatinnen haben einiges zu bieten.

Ausgerechnet in Kanada hat sie die Bierleidenschaft gepackt und ausgerechnet mit einem India Pale Ale bezirzt Marlene Speck aus Starnberg jetzt die Jury. Die 25-jährige Studentin möchte bayerische Bierkönigin. Gestern kämpfte sie mit 23 anderen jungen Frauen bei einem Casting um den Einzug ins Finale des Wettbewerbs um die Bierkrone. Für sie und die anderen Kandidatinnen ist Bier mehr als ein Getränk. Es ist eine Leidenschaft.

Mit blonden Haare zu einem Zopf geflochten und mit einem feschen schwarz-rosa Dirndl bekleidet, steht Marlene Speck auf der Bühne. Vor ihr sitzen fünf Experten, sie betrachten Marlene Speck von Kopf bis Fuß und stellen ihr Fragen. Es ist ein bisschen wie bei einer der Castingshows im Fernsehen. Nur mit dem Unterschied, dass Marlene Speck nicht Sängerin, sondern königliche Hoheit werden möchte: Ihre Majestät Marlene, Königin des Bayerischen Bieres, Herrscherin über Hopfen und Malz. Bei einem Auslandsaufenthalt in Kanada ist Marlene Speck vor sechs Jahren zum Bierbrauen gekommen. „Es ist ein bisschen wie kochen“, erzählt sie. Meist braut Marlene bayerisches Bier, manchmal aber auch exotische Sorten wie das India Pale Ale, das sie der Jury präsentierte.

Die Konkurrenz um die Bierkrone ist hart. 66 Frauen hatten sich beim Bayerischen Brauerbund beworben, 23 wurden zum Casting eingeladen. Alle sind jung, alle sind hübsch, alle haben eine besondere Beziehung zum Bier.

Theresa Priller, 23, aus Erharting (Kreis Mühldorf), zum Beispiel kann zehn Mass Bier schleppen. Die zierliche Studentin bedient jedes Jahr auf dem Volksfest. Vorbereitet hat sie sich auf das Casting nicht: „Nur das Dirndl nochmal gebügelt“, sagt sie.

Fast alle Kandidatinnen haben sich in Tracht geworfen. Nur Julia Soria de la Gala, 22, ist als einzige mit hellbrauner Hose und weißer Bluse gekommen. Mit ihren hochgesteckten Haaren wirkt sie ein bisschen wie die Geschäftsfrau unter den Dirndlträgerinnen. Dabei kauft sich die Fränkin jedes Jahr ein neues Dirndl. Aber: „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“, sagt sie. Sie wollte aus der Masse herausstechen und ließ die Tracht im Kleiderschrank. Für den Finaleinzug hat es für sie nicht gereicht, trotzdem ist sie froh, sich beworben zu haben: „Allein schon, dabei zu sein, war ein Highlight“, sagt sie.

Marlene Speck und Theresa Priller dagegen sind eine Runde weiter. Als Bierkönigin würden sie bei Auslandsreisen und Terminen in ganz Bayern dabei sein. Doch erst müssen sie beim Internetvoting ab dem 21. April genügend Stimmen sammeln und am Finaltag am 18. Mai Jury und Publikum überzeugen. Sie müssen zwei Dirndl präsentieren und Bier blind verkosten – für eine echte Bierkönigin sicher kein Problem.

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