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Malina wird seit Tagen vermisst.

Nach drei Wochen herrschte Gewissheit

Malina Klaar tot: Das wissen wir über sie und den Fall 

Regensburg - Seit dem 19. März wurde Malina Klaar vermisst - an diesem Tag war sie mit einer Freundin auf einer Regensburger Raveparty. Knapp drei Wochen später wurde sie tot in der Donau gefunden. 

Update vom 12. April 2017: Malina Klaar ist laut Polizei durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen. Die Leiche wird von der Staatsanwaltschaft zur Beerdigung freigegeben. 

Update vom 7. April 2017: Am Freitagmorgen wurde eine Tote in der Donau bei Donaustauf im Landkreis Regensburg gefunden. Es ist Malina Klaar. 

Vermisste Malina: Das wissen wir über den Fall

Die aus dem Kreis Fürstenfeldbruck stammende junge Frau wohnt erst seit Kurzem in der Stadt an der Donau mit ihren berühmten Sehenwürdigkeiten wie der Steinernen Brücke. Sie hat an der OTH ein Studium für Sozialarbeit begonnen, lebt in einer WG und kennt sich in Bayerns viertgrößter Stadt noch nicht richtig aus. Auf der Party verliert sie ihre Mitbewohnerin. Was dann passiert, ist ein Rätsel. Hier die Chronologie der Ereignisse, wie sie bekannt sind (wir berichten weiter im Ticker vom Fall):

Samstag, kurz vor Mitternacht: In ihrer WG macht sich Malina mit Mitbewohnerin Sandra Bennett-Long schick für die Techno-Party in der Alten Mälzerei.

Sonntag, 0.55 Uhr: Malina und zwei Freundinnen treffen in der Disco in der Galgenbergstraße ein, kurz darauf verliert Sandra Malina aus den Augen.

Sonntag, 4 Uhr: Sandra versucht, Malina auf dem Handy anzurufen, doch sie reagiert nicht.

Sonntag, 6 Uhr: Endlich meldet sich Malina per Handy, schickt Sandra ihren Standort per Google Maps. Danach gibt ihr Handy-Akku den Geist auf, auch Sandras Handy ist offline.

Sonntag, 14 Uhr: Malina meldet sich nicht. „Das ist nicht ihre Art“, sagt Sandra. „Selbst wenn sie jemanden kennengelernt und bei ihm übernachtet hätte, hätte sie sich längst gerührt.“

Sonntag, 15 Uhr: Malinas Eltern erstatten Vermisstenanzeige, appellieren an die Polizei, sofort an die Öffentlichkeit zu gehen. Doch die Beamten winken zunächst ab, weil die Studentin volljährig sei.

Sonntag, 17.45 Uhr: Ein Spaziergänger findet Malinas Handy auf Höhe der Hundsumkehr an der Donau-Böschung. Er weiß nichts von der Suche und nimmt das Handy mit, um es aufzuladen. Er will so herausfinden, wem es gehört.

Montagnachmittag: Ein Hubschrauber steigt auf, fliegt die Donau ab, um eine eventuell treibende Person zu finden.

Montag 17 Uhr: Nach einer Anfrage wegen des Hubschraubers bestätigt die Polizei die Suche. Ein Foto wird veröffentlicht.

Dienstag, 12 Uhr: Malinas Vater Joseph Zawadzki (46) hilft im Stadtpark beim Aufhängen von Flyern: „Wir müssen die Aufmerksamkeit auf uns lenken, damit Hinweise zum Verbleib von Malina eingehen.“

Suche nach Malina: Bilder aus Regensburg

Dienstag, 14 Uhr: Das Handy ist zur forensischen Auswertung bei der Kripo. Der Finder hat von der Suchaktion gehört und es abgegeben.

Mittwoch, 13 Uhr: Mit Spürhunden lässt die Polizei den Weg von Malina rekonstruieren. Er führt durch die Altstadt zum Stadtpark, am Herzogspark vorbei zur Donau. Das passt zum Fundort des Handys.

Donnerstag, 10 Uhr: Boote der Bereitschaftspolizei treffen ein. Die Besatzung prüft den Böschungsbereich mit Stöcken. Bewegung kommt auf, als drei Leichenspürhunde anschlagen – auf Höhe des Handyfundorts. Am Abend wird bekannt, dass in der Party-Location Malinas Handtasche entdeckt wurde. Die junge Frau hat die Tasche wohl vergessen.

Freitag, 11.30 Uhr: Sechs Taucher machen sich bereit, in das trübe Wasser zu steigen. Bis zum Nachmittag bleibt die Suche ergebnislos.

tz

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