Zechkumpan erstochen - mehrere Jahre Haft

Ingolstadt - Wegen Totschlags an einem Zechkumpan hat das Landgericht Ingolstadt am Donnerstag einen 28-jährigen Mann zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Der Mann hatte im November 2009 einen 34-Jährigen im Streit erstochen. Das Gericht ordnete auch eine zeitweilige Unterbringung in einer Entziehungseinrichtung an.

Die beiden Türken hatten sich einem Sonntag im November 2009 zu einem Trinkgelage nahe einem Baggersee in Ingolstadt verabredet. Im Alkohol- und Drogenrausch stürzte der 34-Jährige beim Zurückgehen zum Auto in einen Entwässerungskanal, sein Freund machte sich darüber lustig. Es kam zum Streit, in dessen Verlauf der Jüngere mit einem Klappmesser auf sein Opfer einstach. Der 34-Jährige verblutete. Wenig später wurde der 28-Jährige festgenommen.

Strafmildernd berücksichtigte das Gericht, dass der Angeklagte von seinem Kontrahenten gereizt worden sei und im Affekt gehandelt habe. Zudem ging die Kammer von einer verminderten Schuldfähigkeit aus, weil der 28-Jährige unter Alkoholeinfluss gehandelt habe. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, man werde das Urteil sorgfältig prüfen und dann entscheiden, ob dagegen Rechtsmittel eingelegt werden.

dpa

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