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Bergwachtler bergen am Schneibstein die Leiche des Verunglückten

Tödliches Unglück

Mann stürzt bei Brotzeit 100 Meter in die Tiefe

Berchtesgaden - Ein 60 Jahre alter Bergsteiger aus den Niederlanden ist am Sonntag in den Berchtesgadener Alpen zusammengebrochen und anschließend nach einem 100 Meter tiefen Sturz gestorben.

Er war mit vier Kollegen auf dem Schneibstein im Berchtesgadener Land unterwegs gewesen. Beim Abstieg geschah das tragische Unglück: Die fünfköpfige Gruppe machte gegen 13.30 Uhr gerade eine Brotzeitpause, als der Mann auf 2000 Metern Höhe plötzlich umkippte und in die Tiefe abstürzte. Die Wanderer riefen sofort die Bergrettung – doch die Bergung des Mannes war nicht einfach. Starker Fönwind behinderte den Hubschrauber.

Augenzeugen berichteten, dass sie auf dem Weg vom Jenner in Richtung Stahlhaus einen Rettungshubschrauber sahen, der etliche Male versuchte, Retter in das unwegsame Gelände abzuseilen. „Wir dachten erst, es sei eine Übung – bis die Bergrettung mit einem Geländewagen uns entgegenkam“, so eine Augenzeugin. Kurz darauf sei der Hubschrauber dann endlich mit einem der Wanderer zurückgekehrt. „Dieser war total zittrig und fertig“, erzählt die Zeugin weiter. Nach und nach wurden die Gruppenmitglieder sicher ausgeflogen.

Doch auch für die Helfer war der Einsatz schwierig – die Leiche konnte letztlich erst gegen 16.30 Uhr von zwei erfahrenen Bergwachtlern geborgen werden.

Warum der Mann abstürzte, ist unklar. Vermutlich erlitt er einen Schwächeanfall. „Das ist eigentlich keine gefährliche Stelle“, sagte ein Polizeisprecher.

tz

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