Ermittlungsverfahren wegen Falschmeldung

38-Jähriger täuscht Clown-Attacke vor

Lisberg - Ein Angriff von Horror-Clowns nahe Bamberg verbreitet sich wie Lauffeuer in den sozialen Medien. Das Problem: Die Meldung stimmt nicht. Nun droht dem Urheber eine Haftstrafe.

Update vom 26. Oktober 2016: Auf Whatsapp kursiert derzeit eine Kettenmail, die vor einer „Säuberung“ warnt, die Horror-Clowns an Halloween planen. Das sagt die Polizei zur Horror-Clown-Nachricht.

Eine Falschmeldung über eine angeblich gewalttätige Attacke von „Horror-Clowns“ in Oberfranken muss der Urheber nun mit strafrechtlichen Konsequenzen büßen. Gegen den 38-Jährigen sei ein Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat eingeleitet worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Über soziale Medien hatte sich am Montag eine angebliche Nachricht über brutale Clowns verbreitet, die in Lisberg bei Bamberg Unbeteiligte unter anderem mit Baseballschlägern angegriffen hätten.

In einem sozialen Netzwerk sei der Eintrag innerhalb weniger Stunden mehr als 70.000 Mal geteilt worden und habe so für Aufsehen in Medien gesorgt, teilten die Ermittler mit. Schnell stellte sich dann heraus, dass der Mitteiler im Internet mit einer Fake-Seite agierte. Dennoch sei der 38-Jährige aus der Umgebung schnell aufgespürt worden. Der Mann habe inzwischen eingeräumt, die falsche Gruselgeschichte ins Netz gestellt zu haben. Nun drohen dem Mann eine Geldstrafe - oder im härtesten Fall sogar drei Jahre Haft.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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