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Das Geburtshaus von Papst Benedikt XVI.

Marktl: Erneut Papst-Geburtshaus beschmiert

Marktl/Rosenheim - Drei Tage vor dem 83. Geburtstag von Papst Benedikt XVI. haben unbekannte Täter erneut dessen Geburtshaus im oberbayerischen Marktl (Landkreis Altötting) beschmiert.

Es handle sich um einen Text “beleidigenden Inhalts“, sagte am Dienstag ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim. Wie es hieß, bezieht sich die Schmiererei auf den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. Den Wortlaut des Textes gab die Polizei trotz Nachfrage nicht bekannt.

Eine Passantin hatte die mit blauer Farbe an die Hauptfassade des Gebäudes am Marktplatz gesprühte Schmiererei am Dienstagmorgen entdeckt und die Polizei verständigt. Die wahrscheinlich mit einer Spraydose angebrachten etwa 30 Zentimeter großen Buchstaben wurden kurz darauf überstrichen. Die Polizei in Altötting sucht Zeugen. Der Papst kam am 16. April 1927 als Joseph Ratzinger in der kleinen am Inn gelegenen Gemeinde Marktl auf die Welt.

Chronologie der Missbrauchsfälle

Chronologie der Missbrauchsfälle

Kurz vor seinem Besuch in Marktl während seiner Bayern-Visite im September 2006 waren ebenfalls nachts zwei blaue Farbbeutel an die Fassade des Geburtshauses geworfen und rasch wieder übermalt worden. Im Juli 2007 wurde eine Büste von Benedikt XVI. vor der Traunsteiner Pfarrkirche mit roter Farbe verschmiert. Zudem wurde der Text “Gott ist an allem schuld“ darauf geschrieben. In Traunstein hatte Joseph Ratzinger zusammen mit seinem älteren Bruder Georg 1951 seine erste heilige Messe gelesen.

dpa

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