Nach brutaler Vergewaltigung: Dritter Täter verhaftet

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Irre Verfolgungsjagd

Marktl: Sex-Täter narrt Bayerns Polizei

Marktl - Eine Kontrolle nahe Marktl (Kreis Altötting) lief anders als gedacht: Die Polizei wollte dort einen Audi-Fahrer stoppen, doch der gab Gas und hängte die Streife ab. Bei ihm soll es sich um einen Sex-Intensivtäter handeln.

Es sollte eine ganz normale Verkehrskontrolle sein. Aber als die Polizei in der Nacht zum Sonntag bei Marktl auf der B20 einen Audi mit niederbayerischem Kennzeichen stoppen wollte, gab der Fahrer plötzlich Gas. Weder auf die mit Leuchtschrift angezeigte Aufforderung anzuhalten, noch auf das Blaulichtsignal des Polizeifahrzeugs reagierte der Fahrer. Er raste in Richtung Niederbayern davon. Das Polizeiauto konnte dem Flüchtenden zunächst nicht folgen. Erst, als der Audi-Fahrer bei Buch (Kreis Rottal-Inn) von der Bundesstraße auf eine mit Schnee bedeckte Seitenstraße abbog, gelang es den Beamten, die Spur des Flüchtigen wieder aufzunehmen. Sie fanden den Audi schließlich am Waldrand. Der Fahrer war allerdings verschwunden. Weil auf den Wegen der Umgebung keine Fußspuren im frischen Schnee entdeckt wurden, ging die Polizei davon aus, dass sich der Mann durch ein Dickicht in den Wald abgesetzt hatte. Eine intensive gemeinsame Fahndung von ober- und niederbayerischen Kräften, auch am Wohnort des Fahrers, brachte keinen Erfolg. Warum er sich der Polizeikontrolle entziehen wollte, ist unklar.

Bayerns unheimliche Phantome

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Beim Besitzer des Fahrzeugs soll es sich jedenfalls um einen Sex-Intensivtäter handeln, der sich im Rahmen des Heads-Programms unter Überwachung befindet. Heads steht für „Haft-Entlassenen-Auskunfts-Datei-Sexualstraftäter“. Darin sind Entlassene gespeichert, die unter Beobachtung der Behörden stehen. Polizisten vor Ort prüfen etwa, ob Kindergärten und Schulen am neuen Wohnsitz der Täter liegen. Knapp 800 solcher Leute sind in Bayern derzeit registriert.

Auch wenn der Fahrer zunächst nicht gestellt werden konnte, wird die Flucht für ihn nicht folgenlos bleiben. Denn während der Jagd über die Bundesstraße waren der Audi, aber auch die ihm folgenden Polizeifahrzeuge bei einer Radarkontrolle geblitzt worden. Auf dem Radarfoto soll der Mann gut zu erkennen sein. Ob er auch später festgenommen wurde, war am Sonntag nicht zu erfahren. Beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim schwieg man zum gesamten Sachverhalt. Es hieß nur: „Der Einsatz ist beendet.“ Mehr brauche die Presse nicht zu wissen.

rp.

Rubriklistenbild: © dpa

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