Mehr Freiheiten für Geimpfte

„Ohne Impfen keine Freiheit“: Söder kündigt neues Konzept an

  • Katarina Amtmann
    VonKatarina Amtmann
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Wird in Bayern bald an ungewöhnlichen Orten gegen Corona geimpft? Markus Söder kündigte ein Konzept für „Impfen to go.“ Außerdem sprach er über eine Perspektive für Clubs.

München - Mit Impfanreizen und einfach zugänglichen Impfangeboten will Bayern das Corona*-Impftempo erhöhen. Markus Söder* kündigte für die Kabinettssitzung an diesem Dienstag ein Konzept unter anderem mit „Impfen to go“ und Impfungen an „ungewöhnlichen Orten“ an. „Wir sind im Wettlauf mit der Zeit - mit der Delta-Variante*“, sagte Bayerns Ministerpräsident am Montag beim Besuch des Münchner Impfzentrums, wo Impfungen für Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen in München starteten. „Ich glaube, das Angebot muss noch näher an die Menschen kommen.“

Söder verspricht „mehr Freiheit“ für Geimpfte - Perspektive für Clubs und Diskotheken?

Der CSU*-Chef versprach insbesondere „mehr Freiheit“ für vollständig Geimpfte. „Vollständige, unbeschwerte Freiheit gibt es nur mit Impfen. Ohne Impfen keine Freiheit - jedenfalls nicht so in der Form, wie wir es uns vorstellen.“ Unter anderem sollten Quarantäneregeln für den Urlaub für zweifach Geimpfte nicht mehr gelten. Söder stellte aber auch eine Verbindung zwischen mehr Impfungen gerade unter Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen und weiteren Öffnungsschritten her. „Je mehr junge Leute geimpft sind, und zwar zweifach, desto leichter können wir zum Beispiel auch bestimmte Angebote wie Clubs oder Diskotheken wieder in Erwägung ziehen“, argumentierte er.

Finanzielle Anreize für Impfungen lehnte er dagegen als „nicht angemessen“ ab. Er bekräftigte auf der anderen Seite allerdings auch, eine formale Corona-Impfpflicht wolle man weiter „auf keinen Fall“.

Söder: Sieben-Tage-Inzidenz als Parameter nicht vorschnell abschaffen

Söder will von der Sieben-Tage-Inzidenz zur Beurteilung der Corona-Lage vorerst nicht abrücken. Dies hielte er für verfrüht, sagte er weiter. Es sei aber „sehr sinnvoll“, etwa die Corona-Krankenhaus-Zahlen dazu in Relation zu setzen und zudem einen Koeffizienten zu finden, der die hohe Zahl der Geimpften berücksichtige. Vielleicht müsse man Grenzwerte auch erhöhen.

Die Bild hatte am Montag unter Berufung auf ein „internes Dokument“ des Robert Koch-Instituts über eine „Wende in der Corona-Politik“ berichtet: Die Inzidenz solle nicht mehr über die Corona-Maßnahmen entscheiden. In dem Papier stelle das RKI die „Hospitalisierung (Krankenhauseinweisung) als zusätzlichen Leitindikator“ für die Politik vor. (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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