Räumung am Hauptbahnhof - das war der Grund

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Masern breiten sich rasant aus

München - In München gibt es doppelt so viele Neuinfektionen bei Masern. Auch in Bayern ist die Zahl rasant gestiegen. Wie man sich schützt.

Die Masern verbreiten sich rasant: Mit 147 bestätigten Infektionen gibt es heuer in München schon doppelt so viele Patienten wie im gesamten Vorjahr, teilte Fachärztin Petra Graf, Leiterin der Abteilung Gesundheitsschutz im Referat für Gesundheit und Umwelt, am Montag in der Landeshauptstadt mit. “München ist ein Hotspot.“

In ganz Bayern sei die Infektionszahl mit 336 gemeldeten Masernfällen ebenfalls erhöht. Auf die Landeshauptstadt entfallen rund die Hälfte der Erkrankungen. Auch deutschlandweit sind dieses Jahr mit 1428 Fällen deutlich mehr Menschen an Masern erkrankt als im Vorjahr.

“Es ist keine Kinderkrankheit“, betonte Wolfgang Guggemos, Leitender Oberarzt Infektiologie am Klinikum Schwabing. Masern seien gefährlich und mit schweren Komplikationen wie Lungen- oder Mittelohrentzündung verbunden. Auch sechs Wochen nach der akuten Erkrankung seien die Patienten sehr geschwächt und anfällig für andere Infektionskrankheiten. Das Tückische an der Krankheit sei, dass sie schon fünf Tage vor einem beginnenden Ausschlag hoch ansteckend ist. So bleibe sie zuerst oft unbemerkt.

Gründe für den Anstieg sei unter anderem, dass viele jüngere Erwachsene nicht ausreichend geimpft seien, sagte Petra Graf. Seit 2001 werden Kleinkinder mit einer Doppelimpfung geschützt. Die vorher gängige Einmalimpfungen schütze hingegen nur zu 95 Prozent. Deshalb empfiehlt die Ärztin allen unter 41-Jährigen ihren Impfschutz überprüfen zu lassen.

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