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Khaled el Masri im Landgericht Memmingen auf der Anklagebank.

"Berührung mit zwei Fingern"

El Masri kommt frei

Kempten - Der Deutsch-Libanese Khaled el Masri ist vom Vorwurf der Körperverletzung an einem Vollzugsbeamten freigesprochen worden.

„Die Körperverletzung war keine Körperverletzung, sondern eine Berührung mit zwei Fingern“, sagte der Richter am Montag am Amtsgericht in Kempten. El Masri ist damit nun ein freier Mann. Wegen Beleidigung und Bedrohung muss der 50-Jährige allerdings 1500 Euro Geldstrafe bezahlen. Er hatte Ende Juli im Gefängnis in Kempten einen Vollzugsbeamten beleidigt und mit dem Tod bedroht. El Masri saß bis vor kurzem eine Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung ab und wurde danach bis zum Prozess in Untersuchungshaft genommen.

El Masri gilt als traumatisiert. Er war 2004 vom US-Geheimdienst wegen Terrorverdachts nach Afghanistan verschleppt und dort gefoltert worden. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er mehrfach straffällig. So hatte El Masri in einem Neu-Ulmer Großmarkt Feuer gelegt und später den Oberbürgermeister der schwäbischen Stadt in dessen Dienstzimmer angegriffen und erheblich verletzt. Im Gefängnis hatte er bereits einmal einen Justizmitarbeiter geschlagen. El Masri saß zuletzt eine Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung ab, im Oktober sollte diese Haftzeit enden.

dpa

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