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Im Internet wurde vor dem Gang zu der Berghütte gewarnt.

Hüttenreinigung nach Masseninfektion

Kempten/München - Nach der Klärung der Ursache für die Massenerkrankung von Bergwanderern auf Allgäuer Alpenhütten werden die betroffenen Hütten nun gründlich gereinigt.

Von der Rappenseehütte wurden nach Angaben des Deutschen Alpen Vereins (DAV) Bettwäsche und Decken ins Tal gebracht und alle Räume desinfiziert. Gleichzeitig wurde eine neue Trinkwasser-Reinigungsanlage installiert. Zum Wochenende soll die Hütte im Teilbetrieb wieder geöffnet werden. Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten wurden auch in der Kemptner und der Mindelheimer Hütte durchgeführt sowie im Prinz-Luitpoldhaus und im Waltenberger Haus.

Am Wochenende hatten sich rund 230 Bergwanderer in den Hütten durch verschmutztes Trinkwasser Magen-Darm-Erkrankungen geholt, zusätzlich hatten Wanderer die hochansteckenden Noroviren auf die Hütten eingeschleppt. Rund 40 Wanderer waren daran so schwer erkrankt, dass sie mit Hubschraubern in Kliniken ins Tal geflogen worden waren.

Am Mittwoch war nur noch einer dieser Patienten in stationärer Behandlung. Das Landratsamt Oberallgäu hat vorsorglich an allen Hütten Trinkwasserproben genommen und im Labor untersuchen lassen. Die Kriminalpolizei Kempten ermittelt weiter gegen Unbekannt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Am schwersten betroffen waren Wanderer, die in der Rappenseehütte Unterkunft gesucht hatten. Dort waren die Durchfall-Erkrankungen durch verschmutztes Trinkwasser zuerst aufgetreten, da die dortige UV-Wasseraufbereitungsanlage defekt war. Nicht auszuschließen sei laut DAV, dass sich Wanderer zusätzlich gegenseitig mit Noroviren angesteckt hatten. Nachdem die Rappenseehütte geschlossen und in den anderen Häusern verstärkt Hygienemaßnahmen ergriffen worden waren, hatte es nach Sonntag keine neuen Erkrankungsfälle mehr gegeben.

dpa

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