Massenkarambolage im Nebel: Fast 80 Verletzte

Augsburg - Der anhaltende Winter verursacht dramatische Verkehrsunfälle auf Bayerns Straßen. Eine riesige Massenkarambolage legte die A 8 lahm. Knapp 80 Menschen wurden verletzt.

Dichter Nebel und Sichtweiten unter 50 Metern wurden den Autofahrern am Freitagmorgen vielerorts zum Verhängnis. „Die waren nicht so schnell unterwegs wegen der schlechten Sicht“, sagte später ein Polizist, „aber noch schnell genug, um ineinander zu fahren.“

Bilder vom Unfallort 

Massenkarambolage auf der A8 mit 170 Fahrzeugen

Gegen 7 Uhr krachte es auf der A 8 Stuttgart-München im Bereich der Anschlussstelle Friedberg – insgesamt fuhren 58 Fahrzeuge ineinander. Knapp 80 Personen wurden verwundet, 19 davon mussten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. An der Massenkarambolage direkt beteiligt waren 21 Lastwagen und 37 Autos – doch zwischen ihnen steckten rund 170 weitere Fahrzeuge fest. Es entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe. Ein Augenzeuge sprach von „absolutem Chaos“, die Autobahn habe an ein Trümmerfeld erinnert. Die meisten Unfallbeteiligten kamen jedoch mit dem Schrecken davon. „Es waren viele Schutzengel unterwegs“, sagte einer von ihnen.

Die Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an, richteten Verpflegungszelte ein und verteilten heiße Getränke. Die querstehenden Autowracks wurden über eine gesperrte Spur der Gegenfahrbahn abgeschleppt. Die genaue Erfassung des Unfallhergangs stellte die Polizei vor eine schwere Aufgabe. Noch vor dem Abschleppen mussten sie klären, wer eigentlich in wen hineingefahren war. Das dauerte – die A 8 blieb in Richtung München bis in die Nachmittagsstunden gesperrt.

Auto kollidiert mit Lkw - Fahrer schwer verletzt

Auto kollidiert mit Lkw - Fahrer schwer verletzt

Eine Karambolage mit 15 Fahrzeugen endete für einen Roller-Fahrer in der Nähe von Nördlingen (Schwaben) tödlich. Nachdem ein Lkw auf glatter Straße in einen Graben gefahren war, hielten zwei Laster an, vermutlich um zu helfen. An der Unfallstelle war es glatt und neblig, sodass mehrere Autos in die stehenden Lkw krachten. Laut Polizei geriet der Roller-Fahrer zwischen die Fahrzeuge.

In Niederbayern kam es am Freitagmorgen auf einer Kreisstraße zu einer Serie von vier Unfällen, bei denen 44 Fahrzeuge beteiligt waren. 15 Personen wurden verletzt, sieben davon schwer. Kurz hinter einer Donaubrücke bei Hermannsdorf (Landkreis Straubing-Bogen) wurde es laut den Unfallbeteiligten auf einmal so spiegelglatt, dass man hätte Schlittschuh laufen können.

Rubriklistenbild: © dpa

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