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Amtsantritt für eine „Traumaufgabe“: Mathias Pfeil (r.) ist Bayerns neuer Generalkonservator. Kultusminister Ludwig Spaenle begrüßte ihn und die neue Leiterin der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen, Astrid Pellengahr, im Amt.

Mathias Pfeil tritt sein Amt an

Ein guter Tag für Bayerns Kulturpolitik

München - Bayerns Denkmäler liegen seit heute in neuer Verantwortung. Mathias Pfeil hat das Amt des Generalkonservators übernommen. In der Allerheiligen-Hofkirche in der Residenz trat er sein Amt offiziell an.

Die Sonne scheint durch die Glaskuppel des Cuvilliés-Theaters in der Residenz, als Mathias Pfeil gemeinsam mit Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) vor die Presse tritt. Bayerns neuer Generalkonservator freut sich über diesen passenden Rahmen zum Amtsantritt. „Das Cuvilliés-Theater mit seiner Glaskuppel zeigt, was mit der Denkmalpflege möglich ist“, betont er.

Ab dem heutigen Samstag ist Mathias Pfeil offiziell Bayerns oberster Denkmalschützer. Er tritt die Nachfolge von Egon Johannes Greipl an. Gleichzeitig bekommt auch die Landesstelle der nichtstaatlichen Museen mit Astrid Pellengahr eine neue Leiterin.

Die Gäste in der Allerheiligen- Hofkirche begrüßen Pfeil mit freudiger Erwartung zu seiner erklärten „Traumaufgabe“. Spaenle wird bei seiner Festrede so oft von Beifall unterbrochen, dass er eine Laolawelle vorschlägt. Pfeil sagt in seiner Antrittsrede: „Es geht um gebautes Erbe. Denkmäler begleiten uns überall. Wir müssen es schaffen, die Geschichte zukunftsfähig zu erhalten.“

Die Berufung zum bayerischen Generalkonservator bezeichnet er als „eine große Ehre“. Als er noch ein Kind war und seine ersten architektonischen Erfahrungen mit Legosteinen sammelte, erzählt er, war die Allerheiligen- Hofkirche noch eine Ruine. Es ist ein Gebäude in München, bei dem er immer wieder ins Schwärmen geraten könnte. „Man sieht, dass dieses Denkmal gelebt hat. Hier sind die Verzierungen aus der Zeit der Könige und die Zerstörungen aus dem Krieg sichtbar. Die Oberfläche der Backsteine kommt von 1000 Grad Hitze.“

Kultusminister Ludwig Spaenle sieht neben der Bodendenkmalpflege auch in der Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Kernaufgabe. „Wir müssen deutlich machen, warum wir unser historisches Erbe erhalten“, sagt er. „Mathias Pfeil ist ein ausgewiesener Kenner des Denkmalschutzes. Heute ist ein guter Tag für die bayerische Kulturpolitik.“

Linda Jessen

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