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Max Strauß: Er hat jede Kenntnis über Schweizer Tarnkonten des Angeklagten verneint.

Liechtenstein-Unterlage sorgt für Wirbel

Augsburg - Im Steuerhinterziehungsprozess gegen Karlheinz Schreiber hat am Mittwoch eine Bank-Unterlage aus Liechtenstein mit unbekannter Herkunft für Wirbel gesorgt.

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Dabei handelt es sich um eine Selbstauskunft für ein Folgekonto “MaxCo“ des Schweizer Tarnkontos “Maxwell“, für das Schreibers Ehefrau als Inhaberin und der Angeklagte als Bevollmächtigter ausgewiesen werden. Dieses Dokument hatte Franz-Georg Strauß zur Entlastung seines Bruders Max vorgelegt, als dieser wegen Schmiergeldzahlungen über das Konto “Maxwell“ wegen Steuerhinterziehung angeklagt war.

Der Vorsitzende Richter wollte von Franz-Georg Strauß wissen, woher er das Bank-Dokument aus Liechtenstein habe. Das sei dem damaligen Verteidiger von Max Strauß mit anderen Unterlagen im Jahr 2004 zugespielt worden, erklärte Franz-Georg Strauß, der die Herkunft nicht preisgeben wollte. Er berief sich dabei auf ein Aussageverweigerungsrecht als Informantenschutz, da er in dieser Angelegenheit als Journalist recherchiert habe. Schreiber selbst machte dazu keine Angaben. Der Vorsitzende Richter unterbrach daraufhin die Sitzung, um den Sachverhalt juristisch zu prüfen.

Zuvor hatte Max Strauß jede Kenntnis über Schweizer Tarnkonten des Angeklagten verneint. Er habe von einem Tarnkonto “Master“ oder “Maxwell“ nie Geld erhalten. Auch Zahlungen für seinen Vater, den früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, schließe er aus.

dpa

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